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  Stand: 04.04.2004
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Der Altenn Fechter anfengliche kunst, 1529

Inhalt - Einleitung - Langes Schwert - Messer I - Messer II - Dolch - Ringen - Stange
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XVI r

dersich komme / an dem versetzenn / so wind ihm mit deinem ort in seinen lincken arm / und mit deinem knopff aussen an seinen rechten arm / und zuck ihn fürsich. In dem vordern stuck / ker dein spitz übersich / so hastu die Einwinden unnd Durchschiessen unden und oben. Und ob einer auff dich schlegt oder sticht / so warte des Abreissen oder des Einwinden.

Merck / das halb schwert zu dem gesicht / unnd zu dem bauch / und den stoß undersich mit dem creutz und mit dem knopff under die augen / oder umb den hals / und trehe ihn umb.

Einlauffen.

Wann du einem einlauffen wilt / das ich nit fast lob / So du zu ihm kompst / laß dein schwerdt fallen / greiff mitt deiner lincken hand in sein rechte / und greiff mitt deiner rechten handt inwendig an sein recht beyn / und schlieff ihm under sein recht achsel / so hebstu und tregst ihn wohin du wilt.

Bruch.

Wann dir einer einlauffen will / far ihm mit deinem rechtenn arm über sein bede arm / und truck sie fast zu dir mit deinem arme / trit mit dem rechten fuß hinder seinen rechten / unnd wende dich auff dein lincke seitten / so fellt er.

Einlauffen brechen.

Wann dir einer will einlauffenn im schwerdt / laß dein rechte handt vom schwerdt / unnd begreiff sein rechte hand außwendig mit verkerter handt / und zuck ihn zu dir / Greiff mit deiner lincken handt an sein elpogen / und nim ihm das gewicht.

Ein

XVI v

Ein anders.

Laß dein handt vom schwerdt / und mit der rechten hand fahr ihm über sein rechte hand / unnd truck damit nider / unnd mit der lincken hand nim ihm das gewicht bei seinem elpogen.

Schwerdt nemen.

Wann du sein schwerdt zu deinem begriffen hast in dein lincke handt / und bleibt er nider mit den armen / so far mit dem knopff oben über sein schwerdt vor seiner rechten handt / unnd ruck auff dein rechte seitten / so bleiben dir baide schwerdt.

Von Messerfechten.

Herrn Hansen Lebkommers von Nüren-
berg / An den Hochgebornen Fürsten und Herrn / herrn Philip
sen / Pfalzgraven bei Rhein / Des h. Röm. Reichs Cur
fürsten / Ursprüngliche kunst des Messerfechtens /
mit allen Regeln und gründtlichen haltungen
der Alten / zum ringen / greiffen / und
werffenn / Dergleichen hawen /
stechen und schneiden.
Hievor nie inn truck kommen.

XVII r

        Der stets versetzt /
           Würdt offt geletzt.

WAnn du zum mann kompst / soltu nit auff seine streych inn der versatzung wartten / sonder dein arbeit treibenn für und für.

      Dir sei In deß / Das Vor und Nach
           Zulernen Schwäch und Stercke gach.

     Das Vor ist / so du vor kompst / Also das er dir erst versetzen muß / laß ihn also zu keiner arbeit kommen. 
     Kompt er dir vor / so arbeit In des behendiglich / ob du ihme das Vor nehmen möchtest. 
     Stercke ist / vom gehültz biß in die mitte / Das ander vornen hinauß am messer / ist die Schwech. Hievon hernach weitter.

Die vi. Häw.

Der Zornhaw.

Entwecker.

Entrüsthaw.

Der Zwinger/

Der geferhaw.

Der Wincker.

XVII v

Die xvii. Hauptstuck.

I.  Die vier Läger

II.  Versetzen.

III: Nachreysen.

IIII. Uberlauffen.

V. Absetzen

VI. Durchwechseln.

vii. Zucken.

viii. Durchlauffen.

ix. Abschnid.

x. Hendtrucken.

xi. Ablauffen.

xii. Benemen.

xiii. Durchgehn.

xiiii. Der Bogen.

xv. Messer nehmen.

xvi. Hengen.

xvii. Winden.

 Von dem Brauch dieser xxiii. Stuck / volget hernach /
und erstlich von dem
Zornhaw.

            Was auff dich würdt gericht /
                 Zornhaw ort das bricht /
            Wiltu ihn beschemen /
                 Am messer lerne abnemen.

      Wann einr dir von der rechten seitten oben zum kopff schlegt / so haw von deiner rechten seitten auch von oben mit ihm gleich in sein messer / In des laß dein ort fürs gesicht oder brust schiessen / In des wend dein messer gegen dem seinen / das die lang schneid oben stehe / Würdt er des orts gewar / so wind wider uff sein linck das ort zum gesicht / und haw von der anderen seitten zum kopff. Magst auch darmit zur arbeit Duplieren. 

Bruch

XVIII r

Bruch zu dem Abnemen.

    Wend dein messer mit dem ruckenn ein wenig uff das seine / und haw ihm oben nach der blösse.
Oder trit beseits auss den schlag / unnd arbeit ihm zur rechten blösse / mitt dem haw. Odder stich ihm im Abnemmen zu dem gesicht.

        Haw / Stich / merck
             In Band Weych oder Hert /
        Vor und Nach / In deß hab acht /
             Die läuff des kriegs recht betracht.

    Mit dem kriege arbeit in weych unnd hert / nach der nähsten blösse.

        Den krieg auff löß
             Oben / niden wart der Blöß.

     Die wenden im messer / und die arbeit daraus / mit dem orte zu den vier zinnen / heyßt der krieg.
     So du mit eim im Zornhaw zuhawest / so bald er versetzt / fare auff mit dem arm / und setz ihm den ort an / Volget er deinem messer nach / mit versatzung / so stich zu den Zinnen / unden auff der lincken seitten. Far alweg mit dem arm auff in die höhe für das haupt / und senck das ort uff die Zinn.

        Vier sind der Zinnen
             Die du solt gewinnen /
        Der Wacht nim war /
             Wo sie sei / mit gefar.

     Ficht alweg nit nach deins mannes Messer / sonder nach seinem leibe / als den vier Zinnen / weliche seind bede seitten oberhalb / und bede underhalb des gürttels. Versetzt er dir eine / so eil zu der naehesten.

XVIII v

        Hastu das vernommen /
             Die Zinnen sind gewonnen /
        Witlu dich rechen /
             Die Zinnen kunstlich brechen /
        Oben Duplier /
             Da niden gantz Mutir.

     Duplir gegen des messers stercke / Mutir gegen der schweche Als wann er dir oben zuhawet von seiner rechten achseln / so hawe auch von deinr rechten / mit ihm zugleich / starck oben zum kopff / versetzt ers mit stercke / so wende das gehültz / fare bald auff mitt dem arme / schlahe ihn mitt der langen schneiden / hinder seinem messer auff den kopff.

 Der Wecker.

        Weck auff behend /
             Den ort zum gesicht wend /
        Wer mit schreitten wol werckt /
             Vil häw er ser sterckt. 

Wecker ist der vier Versetzungen ein / widder die vier Läger / als Stier / Eber / und die Underhäwe. 

        Weck linck / nicht kurtz haw /
             Den Wechsel recht haw /
        Den Wecker linck haw /
             Durchwechsel damit schaw.

     Wider den Lug ins landt / haw linck die stumpff seitten auff sein messer / In des fare auff mit dem arm / Wechsel durch / stich zum gesicht oder brust seiner lincken.

        Weck die Flechen
             Den meystern / wiltus schwechen /  

XIX r

        So es pucht oben /
             Stand ab / so thu ichs loben. 

     Leg dein messer in die Schranckhut / oder auff dein rechte achsel. Hawt er zur blösse / haw auch zugleich / wind zum gesichte / stich zur obern Zinnen / treib also dein arbeit.

        Weck die Flech grob mit doben /
             Stand ab / oder bleib oben.
         Der Schwech nim war /
             Den hals nim ongefar.

 Entrüsthaw.

        So Entrüst nimpt /
             Was von oben her kümpt /
        Rüst zu der Sterck /
             Dein arbeit damit merck.

            E iij          

XIX v

        Rüst zu der Zinnen /      Kompst darein / dir würdt gelingen.

           Setz deinen lincken fuß für / halt das messer auff der erden / die fleche zur rechten / gegem leib / damit brichst den Lug ins land Hab nun der Schwech und stercke acht / arbeit darnach.

Der Felerhaw.

          Feler verfürt.      Die Zinnen nach wunsch berürt. Ob du felest zwifach /      Den Schnidt damit mach.  

           Im verfüren hab des Schnids acht / Des Duplirens fleiß dich mit dem Blenden.

 Der Zwingerhaw.

Der Zwingerhaw einbricht /      Das der Püffel schlegt oder sticht.  

XX r

        Wer Wechsel will trawen /
             Der Zwinger thut ihn berauben.

     Setz dein messer mit der spitz für deinen lincken fuß / Hawt er Von tach / verwend ihm dein messer entgegen / Bleibet er / so bleib mit dem langen ort auch vor seinem gesicht / Hawet er fehl / bleib aber / Er kann unden nit wol durch kommen. Magst auch stich mit dem Zwinger brechen.

Gefer haw.

      Gefer haw mit seiner art      Des antlitz unn brust wardt.
      Gefer haw /      Durchwechsel in des schaw.

     Er bricht den Lug ins landt / Treibe ihn in der höhe / Senck dein ort zum Stich / in sein angesicht zur rechten.

Wincker.

          Den Wincker solt erstrecken /
               Die Meyster damitt erwecken /
          Zwifach lerne Wincken /
               Zur rechten und zur lincken.
          Winck linck im treffenn /
               Haw recht lang / wiltu ihn effen.
          Wiltu die Meyster plewen /
               Des Winckens soltu dich frewen.
          Was kompt krump oder schlecht /
               Das ist dem Wincker alles gerecht.

     Leg dein messer zur lincken / mit dem ort auff die erde / inn die Schranckhut.

Vier Läger.

          Vier läger soltu besinnen      Im Messerfechten / wiltu gewinnen.

          Pastei      

XX v


          Pasteien und Lug ins landt /
               Stier und Eber seien dir bekannt.

Pastei ist.

     Setz deinen linckenn fuß für / halt dein messer mit gestracktem arm vor dir / mit dem ort auff der erden / das die kurtz odder stumpffe schneid oben stehe.

Lug ins land.

     Halt dein messer mit gerecktem arm hoch vor deinem haupt / und die lang schneid oder scharpffe für / stehe also in der hut.

 Stier.

     Stehe mit dem lincken fuß für / halt dein messer zu der lincken mit dem gehültz für das haupt / das die kurtze schneid gegen dir stehe / halt ihm den ort zum gesicht.

 Eber.

     Deinen lincken fuß setz / und halt dein messer bei dem rechten beyn auff der rechten seitten / mit dem ghültz neben der hüfft / dz die stumpff schneid oben stehe / unnd das ort fürsich uff / stehe dem man zu dem gesicht.

 Vier Versetzungen.

I.    Der Wecker.

Bricht die hut auff dem Stier.

II.   Entrüsthaw.

Bricht den Lug ins Landt.

III:  Zwinger

Bricht die hut auß dem Eber.

IIII. Geferdhaw.

Bricht die Pastei.   Alles wie obsteht.

          Vier Versetzung soltu nimmen /
               Wiltu die Läger bezwingen /
          Vor Versetzen dich hüt /
               Versetzen offt / den man müt. 

Die Erste Regel.

       Leg dich gegenn ihm / dein lincke seitten vor / das dein hefft bei 

deinem
 

XXI r

deinem rechten knie stehe / dein ort gegen ihm. Schleget dir einer von tach / tritt inn Triangel oder falschen tritt / unnd versetze dich kurtz / tritt und schlahe ihm lang nach.

 Bruch.

     Lägert sich einer nider von der rechten seitten / so läger dich in das Hochort / und schlahe ihm gegen seinem lincken ohr / den Feler / so versetzt er umb sunst / und gewinnestu einen völligen streych gegen streych.

 Lämen.

      Läger dich in das Hochort / schlegt dir einer zu / stoß ihm dein messer von unden / innen an seinen arm / so lämbt er sich selb.
     Das würdt offt gebraucht / wann einer hinderm tisch sitzt / unn der ander vorm tisch steht / oder zu Roß.

 Bruch.

     Wann du merckest das dich einer lämen will / so haw mit dem Feler auff ihn / so verferet er umb sunst / Ursach halben / er mag keine vollen streych auff dich haben.

 Regel.

      Leg dich gegen ihm mit dem lincken fuß vor / dein ort wol von dir / setz ihm den stich in sein gesicht / darnach nim ihn behend wider / unn schlahe langk hinein / Weret er aber dem streych / laß kurtz ablauffen / nim andere arbeit dem vortheil nach.

 Bruch.

     Wann einer also gegen dir ligt / so far auß der weite / und nim ihm die stercke mit deinem rucken / und haw durch / so blössestu ihn / und magst zu freier arbeit kommen.

 Fehler.

     Nim auß dem Hohen ort den Fehler / der linck fuß vor / dein messer mitt gestrackten armen in der höhe / Haw mit dem tritt

 

XXI v


auff sein linck ohr durch / unn laß dein messer durchlauffen / Den andern trit und streych auff sein recht ohr mit hoher versatzung.

Bruch.

     Wann dir einer fehlstreicht / haw vonn oben / unden durch / das du seinen andern streych mit deinem messerzucken / weg nemest / von der handt / so raumestu dir frei zu schlagen und blößest ihn.

Regel.

     Hawt dir einer oben zu / haw du gleich mit ihm ein / und trit mit dem lincken fuß wol auff die rechte seitten / laß ihn ler farn / und zeuch ihm über seinen rechten arm von der handt / den Türcken zug.

Regel.

     Leger dich mit dem lincken fuß vor / das dein messer mit dem ortt vor deinem fuß stehe / Schlegt dir einer zu / nim den streych Von tach weg / mit deinem messerruck / oder scheuß ihm dein ort übersich in sein gesicht / Oder zuck umb deinen kopff den Windt streych.

Bruch.

     Leg dich mit dem rechten fuß vor / das dein messer nebenn an deiner brust steh / der daum unden / die schneid übersich / merckstu das er überschiessen will / so scheub sein ort von der hand hinwegk / kurtz / tritt und schlahe lang nach.

Ein anderer.

     Läger dich mit deinem rechten fuß vor / dein messer an deiner brust / die schneid übersich / dein ort gegen ihm / so hastu den wechsel von unden oder oben zuschlahen / Odder stoß ihm dein ort ins gesicht / und nim ihn behend wider / so gewinnestu versatzung mitt sampt deim streych über den rechten arm.

Bruch.

     Ligt einer also gegen dir / spring gstrack zu ihm hinein und laß den ersten streych kurtz durchlauffen / tritt und schlahe lang ins gesicht Von tach.  

Regel.     

XXII r

Regel.

      Leger dich mit dem rechten fuß vor / dein messer mit verkerter handt auff die knie / schlegt dir einer von tach / trit mit dem lincken fuß auß seinem streych / unnd mit dem truck deins messers wend ihn ab / zeuch ihn über die rechte handt.

Regel.

     Wann dir einer begegnet mit einem schwerdt oder schweinspieß / und du nur ein messer hettest / leg dich nider / das ort gegen ihm von der rechten seitten / Schlegt er Püffelstreych Von tach / trit inn triangel / und versetz den streych kurtz / so verfellt er sich mit der blösse / so tritt du behend nach / und schlahe eh er sich ermannt.

Bruch.

     Wann du dich verhawen hast / so zuck deinen knopff übersich / das er auff deiner fleche abrüst / so gewinnestu einen gewaltigen streych auff ihn.

XXII v


Regel mit leren henden.

     Wann dir einr begegnet mit einem schwerdt oder thesack oder anderer wehre / und du kein wehr hast / so schaw eben auff seinen streych / und tritt inn triangel / oder inn falschen trit / und greiff mit deiner rechten handt über sein rechte handt / und mit deiner lincken handt greiff ann seinn rechten elnpogen / nim ihm den schwangk / und schlaudern auff die erd.

Ein anders.

      Wann dir einer zusticht mitt seinem thesacken von unden / so fall ihm mitt der lincken handt auff sein rechte handt / und halt die fest / und greiff mit deiner rechten verkerten handt unden inn sein messer / unnd wende ihm sein messer von unden auff mit der spitz gegen seinem leib / unnd lauff mit deiner brust hinden an das messer / so stichstu ihn mit seiner eygenen wehre.

Schlüssel.

      Wann einer auff dich sticht / mitt einem messer / tolchen odder pfriemen / und du in deinen henden kein gewer hast / so stehe still / und leg deine arm creutzweiß über einander / vornen für dich / da raus magstu auffschliessen alle schloß / einer stech uff dich oben odder unden.

Bruch auß dem Schlüssel / mit lären henden.

      Sticht dir einr von oben zu mit dem thesacken / so verker dein rechten handt / und fahe seinen rechten arm vorne bei seiner handt / und reib ihm den umb / und mit deiner lincken hand nim ihm das gewicht bei dem elnpogen / und schwing ihn auff die Erd.

Aber mit lären henden.

      Wann dir einer unden zusticht / so begreiff ihm den arm mit be 

den

XXIII r

den henden / und lauff ihm durch den arm / und reib umb / so brichstu ihm den arm / und nnimmstihm das messer.

     Begreiff ihm den arm mit beden henden / und reib umb / und wend dich durch auff dein lincke seitten und brich ihm den arm über dein rechte achsel.       Also.

F iij      

XXIII v

Mit wehrlosen henden.

      Begreiff ihm den arm mitt beden henden / unnd tritt wol zu ihm / wende dich auff dein rechte seitten / unnd brich ihm den arm über dein brust.

Oder treib das ringen.

      Far mit deiner rechten handt vornen an seinn hals / und schreit mit deinem rechten fuß / hinder seinn rechten fuß / unnd wirff ihn über dein recht knie auß dem fuß.

Ein anders.

     Begreiff ihm die rechte hant mit deiner lincken / und mit der rechten begreiff ihm unden an den elpogen und zuck damit zu dir und mit der lincken handt stoß oben von dir / und spring mitt deinem rechten fuß hinder seinen lincken / unnd wirff ihn auß dem fuß über dein recht knie.

XXIIII r

Wie mann einen geworffen halten sol.

     Wann du ihn wirffest / so fall ihm alweg zu der rechtenn seitten / mit dem rechten knie zwischen seine bein / und mit der lincken handt vall vornen in seinen hals / odder begreiff ihm mit ieder handt einen arm / so behebstu ihn / Und biß nit zugach / das du nit zuerr über ihn fallest / und greiff nach seiner wehre / unnd arbeite nach deim gefallen.

      Fellet er auff den ruck / so begreiff ihm bede beyn undern knien / mit beden henden / und heb sie auff / und fall mit dem knie zwischen seine beyn / und halt ihm also bede beyn mit einer handt / und arbeyte mit der andern mit deiner wehre.

Ein     

XXIIII v


Einlauffen.

     Wann dir einer Von tach schlegt Püffel streych / so streich von dir / das er dich nit überlauffe. Schlegt er streych in streych / nim dein messer beim ort / in dein lincke handt / und underlauff seinen streych / also das du ihm seinen streych mit dem schwang über seinen kopff bringest / Und far gantz durch ab / in sein kniebüg / Dar nach zeuch an dich / so fellt er rückling auff seinen kopff.

 Ein anders.

Wann dir einer Paurnstreych schenckt / nim dein messerruck auf deinn lincken arm / mit der stercke / das er dich nit zu boden schlahe / und spring ihm undern streych / mit hoher Versatzung / Greiff

mit 

XXV r

mit deiner lincken handt in sein rechte / und brich ihm seinen arm von der hand damit du ihn blössest / unn gib ihm den paurnstreych.

 Regel.

     Wann dir einr dein rechte hand brochen hat / so folg dem streych nach / und greiff ihm mit deiner lincken handt an sein rechte achsel / und leg ihn in die schweche / den rechten fuß hinder seinn lincke kniebug / und stoß von dir / so felt er.

 Stich brechen.

     Wann dir einer zusticht / es sei von oben oder unden / so trag den stich mit deinem messerruck kurtz vom gesicht hinweg / und treib den Windtstreych auff ihn / oder ander arbeit.

Bruch.

     Wann du merckst das dir einer deinn stich brechen will / verzuck das er dir nit auffsitzt / so verfellet er sich / und blösset sich darmit.

Flügel lösen.

     Läger dich / den rechtenn fuß vor / mit verkertem / hangenden ort / Streicht dir einer offt von unden zu deinem gesicht / trit und haw von unden under sein rechte achsel / unnd verkere dein rechte handt / mit achselsschneiden / stoß ihn mit deiner lincken handt an sein rechte achsel / so muß er sich wenden und entblössen.

Bruch.

     Wann dir einer under deine achseln hawet und will dir Flügel lösen / so greiff mit deinem messer über sein recht handt / hinderm hefft / durch seinen arm / unn nim dein messer wider beim ort / mit verkerter geschranckter handt / und zeuch an dich / so nimstu ihme das messer.

Messer nemen.

     Wann dir einer zuschlegt / das du dich verfallen hast / so umbfasse seinen thesacken mit deinem arm / und tring ihn übersich / wende dich von ihm / und nims über dein lincke achsel.

G    

XXV v


Bruch.

 Fall ihn hinden an zu ringenn.

 Wider bruch.

 Stich ihm durch die beyn zu den hoden.

Duppel stich.

     Stich ihm von oben zu seinem gesicht / das er deinen stich nitt fahe / Den andern tritt und stich mit verkerter handt / auch vonn oben / darmit du ein versatzung hast / im wegk nehmen laß kurtz ab lauffen / so gewinnestu einen gewissen streych.

Ansetzen.

        Du solt ansetzen /
             An vier enden ihn letzen.

     Laß dich an die hut des Stier oder Eber / Hawt oder sticht er oben zu / von der rechten / so scheuß ihm das lang ort zur nähsten blösse der lincken seitten / setz ihm alweg also an / Also auch an der andern seiten / und von unden. Also wann er auffgeht / fall ihm zu der nähsten blösse / Arbeit also bederseits.

Nachreysen.

     Setz deinn lincken fuß vür / und steh in der hut Lug ins landt / Lug eben was er gegen dir ficht / Spring seinem streych nach / mit einem haw zur öbern blösse.
     Fert er bald wider uff / bleib auff seinem messer / Ist er hart / so spring beseits / treff ihn zugleich / Hab der empfindung acht / ob er hart oder weych.
     Schlegt er auß der Versatzung mit dem Entrüsthaw zu deiner rechten / so komm In des mit dem Entrüsthaw vornen under sein messer / gegen seinr lincken / ann hals / Schneid / oder far auff mit dem ghültz / und senck das ort in sein angsicht oder brust / treib also zurück / In des arbeit nach den Zinnen.

Bistu 

XXVI r

     Bistu in der Pasteihut / und er am ersten dir auff dein messer falt / bleib / Will er an der versatzung einwinden / volg ihm am messer als nach / und arbeit in des zur nähsten Zinnen.

Uberlauffen.

          Uberlauff / die undern ram
               Streck / und ihn bescham /
          Ist die Versatzung darbracht /
               Ort wind kurtz / biß bedacht.

     Hawt er dir unden zu / das versetz nit / sonder haw von deiner rechten achsel oben langk / scheuß ihm das ort lang zum gsicht / setz ihm an / so kan er dich unden nit erreychen / Versetzt ers vonn unden / bleib mit der langen schneiden uff seinem messer / henge ihm dein ort zum gesicht.

          Entrüst im uberlauff /
               Wind / und erhöhe deinn knauff,

     Ligt er im Lug ins landt / hab dein messer zur rechtenn / stehe mit dem lincken fuß für / gehe mitt dem Entrüsthaw zu seiner linckenn fast an / In des far unden über sein messer mit dem gehültz uff sein recht seit.

          Wiltu dich uberlauffens massen /
               Hals fah / über beyn lern stossen.

     Wind starck mit deim gehültz über sein messer / greiff mit der lincken in die schwech deins messer / Far ihm an den hals / schreit neben auß / wirff ihn über ein beyn.

Bruch.

          Dein schneid wend behend /
               Schnidt mit ort / biß behend.
          Will er ringen und trucken /
               Stoß / ring / wer / lern zucken /

G ij     

XXVI v

     So er mit dem gehültz auff fert / In des wend dein schneide ihm über sein handt / truck frilich undersich zur lincken.
     Oder wend die lang schneid oben / In des sencke dein ort auff sein brust / treib ihn also zeruck.
     Sticht er dir zum gesicht / setz den stich ab mit lerer handt / unn laß dein messer fallen / greiff mit deiner rechten in sein messer nahe bei seinem gehültz / mit der lincken verkerten inn die schweche seins messers / truck oben von dir / reiß unden mit der rechten zwischen sein bede arm uff dein rechte seit / so nimstu ihms messer.
     Fert er dir aber über an deinen hals / und will dich werffen / so greiff mit der rechten handt / hinden uff sein elnpogen / und schieb ihn wol auff sein rechte seiten / und greiff mit deiner lincken hand zwischen sein bede arm / wol hinauff uff seinen hals seiner rechten seitten / und tritt mit deim rechten fuß hinder seinen lincken / unn wirff ihn hinder dein lincke hufft.
     Fert er dir übers gehültz / als obsteht / so greiff mit deiner lincken handt in sein linck / mit der rechten schieb ihn von dir / spring mit deinem rechten fuß für seinen lincken / und nim ihm das gewicht.
     Oder greiff mit deiner lincken hand in seinen lincken arm / nahe bei der hand / und ruck den undersich an dich / In deß schlahe deinen rechtenn arm über seinen lincken / truck seine bede arm wol an deinen leib / tritt mit dem rechten fuß für sein bede / unnd schwing dich zur lincken.

Ein ander beschliessen.

     Fall ihm über seinen rechten arm mit deinem linckenn / In des greiff unden in die mitte seines messers / und far mit dem gehültz unden durch seinen arm / in das glenck des elnpogens / wend dein linck seit an sein rechte / truck nider / tritt nah an in das er uß dem band nit kommen mag / Also hastu ihn aber verrigelt.

Der

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