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  Stand: 04.04.2004
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Der Altenn Fechter anfengliche kunst, 1529

Inhalt - Einleitung - Langes Schwert - Messer I - Messer II - Dolch - Ringen - Stange
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XXVII r

Der Ungenannt.

        Lern handt zu reiben /
             Wiltu den ungenannten / den starcken treiben.
        Spring und iag /
             Den lincken arm überschlag.

      Haw zu seinr lincken seitten mit dem Entrüsthaw / In des ruck in sein ghültz mit deinem / laß dein messer fallen / und greiff mit deiner rechten verkerten / sein rechte handt / wend dich umb / mit deinr lincken seitten an sein rechte / tritt mit deim lincken fuß für seinen rechten / und ruck den arm uff dein brust / schlahe deinen lincken über seinn rechten / leg dich mit sterck daruff / spring uff die recht seit / so brichst ihm den arm. Wiltu ihn dann werffen und halten das er nit kann auffstehn / so fall in des so du dich wendest / auff den ars / so muß er mit dir fallen.

        Fah linck seinen rechten /
             Die achsel stoß hinder spring im fechten.

     Fahe ihm sein rechte hand mit deiner lincken verkerten / reib die umb in dein linck seit / zeuchs wol umb dich oder für dich hin / thu als wöllest ihn mit dem ghültz ins angesicht stossen / In des schreit mit deim rechten fuß hinder seinen rechten / stoß ihn mit dem ghültz oder einem arm starck forn an sein rechte achsel / reibe dich ein wenig mit dem leibe zur lincken / wirff ihn also über das rechte beyn.

Bruch.

        Die achsel will er stossen /
             Den elnpogen solt verdossen.

     In deß so er stossen will / wie obsteht / far mit deiner linckenn handt hinden an sein elnpogen / schieb ihn von dir uff sein linck seiten. Oder schlahe deinn lincken arm starck oben über seinenn rechten / und wend dich starck uff dein recht seitten.

G iij     

XXVII v


        Hawt er auff dich rechtens /
             Entrüst / und wart vechtens /
        Mit linck seinen rechten fahen /
             Recht überschlah / so mag edir kein schad nahen.

     Gehe strack auff ihn mit dem Entrüsthaw / fahe seinen rechten arm / mit deinem lincken arm oder handt / kere dich umb / und laß dein messer fallen / unnd far ihm unden durch den arm / unnd schlahe ihm deinen rechten arm außwendigs ins gelenck des elnpogens / zuck den an dein brust / leg dich starck mit dem leib daruff Wiltu ihn dann werffen / so schreit mitt deinem rechten fuß hinder seinen lincken.

Bruch.

        Will er überschlagen im vechten /
             Uberschlagen den rechten /
        Dann soltu durchfaren /
             Er ist gefangen / als in eim garen.

     Greifft er dir mit seiner lincken verkerten handt in dein rechte. Laß dein messer fallen / reiß dein rechte handt innwendigs auß seinr lincken / und fare unden durch seinen lincken arm / wende dein recht seit an sein lincke / wirff ihn starck über dein hufft.

Ein Beschliessen.

        Recht mit linck arm lern beschliessen /
             Halt ihn vast zu verdriessen /
        Mit messer lern arm dauchen /
             Wiltu der Beschliessen gebrauchen.

     Hawet er oben / haw zugleich mit einem Entrüsthaw / komm nahend an ihn / das die hend einander rüren / In des halt deinen rechten arm starck an seinem / schlahe in des deinen lincken arm über seinen rechten in das gelenck des elpogens außwendig / Far mit der lincken handt innwendig an deinen rechten arm / und lege

dich 

XXVIII r

dich mit der brust uff den selbigen arm / also das sein elenpogen an sein brust komme / und truck fast mit deinn beden henden / so ist er beschlossen.

Bruch.

            Beschlossen so er dich hat /
                 Mit trucken dich macht matt /
            Dein messer soltu sencken /
                 Auff die lincke starck lern schwencken.

Von dem Schnidt.

            Nit vergiß der Schnidt /
                 Zwen unden / zwen oben mit.

Wo es dir werdenn mag / so fall ihme mitt der schneiden an

seinen

XXVIII v


seinen arm / truck ihn also von dir / ergreiff das vor / treibs alweg wann er auß der Versatzung schlegt.

        Ob er tast /
             Und gegem nack truckt fast /
        Den rechten arm verschlag /
             Bei den elnpogen nim die wag.  

Von absetzen. 

        Die Absetzen leer /      Häw / Stich kunstlich weer
             Von vier enden      Häw stich lern abwenden.

     Leg dich in die hut des Ebers / Sticht er dir zur blösse / winde mit deinem messer uff die lincke seittenn / gegen seinem stich / das die kurtze schneid an sein messer komme / und setz damit ab / das das ort gegen seim gesicht oder leib steh / stich ihm zum gesicht oder brust. Magsts brauchen bederseits uff den vier Lägern.

Vom Durchwechsel.

     Durchwechsel das stuck      Die Meyster treibt zu ruck.
     Merck das ort / und lere /      Von beden seiten stich mit sere.

     Durchwechsel seind vilerhand / treib sie gegen den fechteren / die zunn messern und nit zunn Zinnen des manns hawen / Schawe auch das man dir in deinem durchwechseln nit ansetze. Ists im zufechten / haw ihm obenn zum kopff / Hawet er dir dann gegem messer / laß dein ort unden durch / eh er dir ans messer bind / unnd stich ihm zur andern Zinnen / Würdt er des stichs gewar / unnd fert dem stich nach mit der Versatzung / so wechsel zur andern seitten / Treibs also zu beden seitten.

Ein anders.

      Setz den lincken fuß für / halt ihm das lang ort gegem gsicht / Will er dir dann absetzen odder anbinden / laß In deß dein ort un-

der 
 

XXIX r

dersich durchsincken / stich zur anderen seitten ein / thus gegen allen häwen.

Merck.     So er dir versetzt oder angebundenn / helt er dann sein ort nit gegen deim gesicht oder blösse / und leßt das ort beseits neben außgehn auff ein seitten / so wechsel ihm frölich durch / bleibet er aber / so bleib ihm auch am messer / arbeite also zu der nähesten blösse / so mag er nit Nachreysen noch Ansetzen.

        Wiltu linck lang hawen /      Durchwechsels solt dich frawen.
             Linck lang laß recht einschiessen /      Wind / stich / wirt in verdrißen.

     Geh uff den man mitt underhäwen / von deiner lincken gegen seinr rechten / mit gstrackten arm / scheuß ihm das lang ort gerad ein / des der daum oben stehe / Hastu sein gefehlet / so bleib / winde zur lincken an sein messer / das die schneid oben steh / Trit wol zu seiner rechtenn zum gesicht / duplir In des hinder seinr klingen / einn zwifachen Fehler / und einn treffer darauff.

Das Radt.

        Wer das Radt kann machen /      Den wechsel kann er zwifachen.

     Haw vonn der rechten achselen einn geraden trib haw / mit gestracktem arm / und stehe mit dem lincken fuß für / far mit dem ort übersich / das die stumpff schneid oben steh / laß oben von deinr rechten achseln wol hindersich abgehn / und von unden wider uff / alwegen das ort gegem man / Thu als wolltest ihm das ort zum gesicht schiessen zur lincken / In des far auff mit dem ort / unn wechsel durch zu seinr rechten zum gesicht.

 Zucken

        Zuck die treffen      Den Meystern / wiltu se effen.
             Will er uff dich binden /      Zuck schnell / so wirdstu ihn finden.

Zucken gehört / so dir einr anbinden will / der starck in der versatzung ist / der bleibt / und uffs abziehen und verhawen warttet /
 

XXIX v


Bind mit dem Entrüsthaw an sein messer uff seiner lincken seiten / In des haw zur rechten / Wenn die messer blietzen / zuck unnd mach auß dem schlage einn stich / zum gesicht zur linckenn / Magst durchgehn lassen zu seiner rechten seitten uff die oberen Zinnen.
     Haw starck von tach / will ers versetzen / so zuck unnd stich ihm zur andern seitten.
     Fehlestu im stich / so acht der arbeit und Duplierens.

 Ein ander gar gut zucken.

     Stehstu in der hut Lug ins landt / unnd hat er dir zur lincken anbunden / und will umbschlahen zur rechten / so zuck an dich / das ghültz fürs haupt / das die kurtz schneid gegen dir steh / laß das ort nider sincken an deiner lincken seitten ab / und setz ihm das ort an sein kelen oder brust.

        Haw dein flech zum Lug ins Landt /
             Durchzuck dein ort zuhandt.
        Hat er den stich versetzt /
             In des fehl zwifach / er würdt geletzt.

     Das ist / Steht er im Lug ins Landt / so haw von deiner rechten achsel / mit der fleche gegen seinem messer / das die lang schneide gegen dir stehe / und im haw schreit wol mit deim rechten fuß uff sein recht seit / haw gleich zu seinem messer / zuck im haw / mit dem gehültz gegen deiner lincken seitten / unn stich ihm zum gsicht / zur rechten / schreit im stich duppel nach.

Durchlauffen.

Ob er starck ist /       Durchlauff zu aller frist /
Handt unn arm soltu nahen /      Weißlich wart des fahen.
Der glider soltu war nehmen /      Der kniebüg auch thu remen.

     Durchlauffen gehöret gegen die einlauffer / und die da hoch in

ver-

XXX r

versatzung ligen / und mit der stercke übertringen wollen. Also. Haw gleich mit ihm zu / den Entrüsthaw / nahe hinzu / In des greiff mit deiner lincken handt hinder seinen elnpogen außwendig / schieb ihn von dir uff sein lincke seiten / In des laß dein messer fallen / greiff mitt deiner rechten handt oder arm außwendig in seinn rechten kniebug / heb ihn uff und wirff ihn.

 Ein anders zum Einlauffen. 

     Begreiff sein rechte handt mit deiner lincken innwendigs / heb sie wol uff / In des lauff mit dem haupt durch sein arm an seiner rechten seitten / und ruck ihm seinen rechten arm mit deinr lincken handt uff deine achsel / erheb dich / unnd brich ihm also den arm darüber.

 Werffen.

XXX v


     Begreiff seine lincke handt mit deiner rechten / hab ihm seinen arm wol übersich / geh mit dem haupt durch / greiff mit der lincken handt in seinn rechten kniebug / heb ihn mit den schultern beim beyn uff / würff ihn über deinn rucken uff den kopff.

 Ein anders.

     Greiff ihm mit deiner lincken hanndt in sein rechte / unnd reib sie von dir in die lincke seiten / und schreit mit rechtem hinder seinen rechten / greiff mit deiner rechten forn umb seinen leib / unn wirff ihn für dich über die hüfft deins rechten beyns.
Oder Laufft er dir ein / mit uffgerecktem arm / und du ihm wider / so lauff ihm durch mit dem haupt under seinen rechten arm / seiner rechten seitten / schreit vorn für seinen rechten fuß / und far ihm mit deinem rechten arm under seinem rechten durch / unnd hinden umb seinen leib / senck dich ein wenig nider / unnd heb ihn uff dein rechte hufft / und wirff ihn hinder dich.

Ein anders.

     Laufft dir einer zur rechten mit den armenn ein / so halt dein messer zu seinem / far mit dem ghültz über sein rechte handt / und wend dich an in mit deinr lincken seitten an sein rechte / unn spring mit deinem lincken fuß an seinen rechten / far mit deinem arme hinden wol umb seinen leib / senck dich ein wenig nider / faß unnd wirff ihn über dein hüfft / für dich.
     Helt er sein messer nider / so greiff mit deiner verkerten lincken sein rechte handt innwendig / unnd spring mit deinem rechten fuß hinder seinen rechten / fare mit deinem arm forn an seinenn hals / und wirff ihn also über dein rechte hufft.

 Messer nemen.

     Far ihm mit der lincken handt oben über sein messer innwendig / In des greiff auch mitt der lincken unden an deines messers mitte / fare starck mit deinem messer under das seine / und spring

mitt
 

XXXI r

mit gantzem leib in des auff die lincke seitten / so nimbst ihm das messer.

 Ein werffen.

     Ruck mit deinr lincken sein rechte hanndt an dein lincke seit / laß dein messer fallen / In des greiff mit der rechten handt inn sein recht kniebug / wirff ihn also für dich.

 Ein Anlauffen.

Durchlauff / Entrüst      Den elnbogen / reib handt zur brüst /
Recht wiltu umbspringen      Uffrecht arm brich geringe.

     Mit dem Entrüsthaw das der daum unden steh am messer / uff der fleche / haw ihm zur rechten seiten zum kopff / mit der kurtzen schneid / truck fast an ihn mit dem ghültz / das die hend an einander rüren / In des laß dein messer fallen / ergreiff das gelenck seiner hand / darinn er das messer hat / reib die umb / unnd nims gewicht mit dem elnpogen / spring in die wage / wirff ihn über dein linck beyn oder hufft.

Bruch.

Nimpt er das gewicht /      Widerumb mach das zu nicht /
In der arbeit mit schnelligkeit /      Sein kunst würt nidergeleyt

     Fürkomm was er gegen dir fürnimpt / unn üb es an ihm.
     Hat er dein rechte handt also gefasset / weil er dirs gewicht nemen will beim elnpogen / so far gschwind nider mit dem elpogen starck an deinn leib / schnell ihn mit deim messer uff seinn kopff.

 Der verborgen Griff/

      Einn beschliessen / halten und nöten still zustehn oder lauffen.

        Lern arm verschiessen /
             Ja künstlich den beschliessen /
        Damit du ihn magst füren /
             Nöten zu lauffen / oder nit zu rüren.

XXXI v

 
     Wenn er dir einlaufft / laß dein messer fallen / und verker deine rechte handt / und greiff damit sein rechte / außwendigs / reib die handt undersich umb / und mit deiner lincken handt faß ihn beim rechten elpogen / und spring mit dem lincken fuß für / und heb seine rechte handt auff / und stoß die über deinn lincken arm / und heb ihn damit übersich uff / Ist er dir zustarck / so greiff mitt deiner rechten handt oben auff sein rechte achsel / und gewinn ihm die wage an / so magstu mit ihm thun was du wilt.

Ein ander Beschliessen.

     Greiff ihm über seinen rechten arm / mit deinr lincken handt / In dem far mit deinem messer under seinn rechten arm / und fall mit der lincken hand in die mitte der klingen / far ihm damit inn sein elnbogen hinden / truck mit stercke nider / und trit genaw an ihn / heb mit deiner rechten handt übersich mit dem messer / so ist er gefaßt.

 Das benemen.

          Ligt er im hangenden ort /
               Benim das messer on forcht /
          Mit dem kurtz soltu schieben /
               Mit beden schneiden dich üben.

     Im zufechten / so ihr bede im hangenden ort / ligstu an seiner lincken seitten / an seinem messer / so far mit der kurtzen oder gehültz an sein rechte seitten / unnd schlahe ihm mit der langen zum kopff.

     Ligt er dir also an deiner rechten seitten / unnd du ihme gegen der seinen angebunden / so far mit dem creutz oder ghültz an sein lincke seit am messer / scheubs zur rechten / In des schreit wol zu seiner lincken mit dem fuß / Schlahe ihn mit der kurtzen.

 Bruch. 

XXXII r

Bruch.

    Der im Hangenden ort ligt /      Und die Benemen wigt /
    Dem soltu durch gon /      Wiltu sein nit schaden hon.

     Dweil er sein messer zum benemen scheubt / zuck deines nahende zu deim leib / komm eh dann er / schlahe ihm zum lincken ohre / In des wind ihm zum gesicht.

    Wiltu ihn benemen /      Mit lerer handt wehr nemen /
    Zu wechsel ob du wilt /      Die wacht hab hinderm schilt.

Truck ihm sein messer beseits / fare ihm mit deiner leren handt in sein gehültz / reiß undersich / so volgts.

     Magst auch durchzucken und durchwechseln / schneiden / Thu als wolltest zu der undern Zinnen / Stich in des uff sein rechte seiten / triff ihn aber nit / sonder schlahe ihn mit dem Entrüsthawe zur lincken obern Zinnen.

 Bruch.

    Im winden biß bericht /      Dein ort trifft / und seinen bricht /
    Messer nemen soltu ehren /      Mit rissen zu ihm keren.

     Stehstu im hangenden ort gegen seiner rechten seitten / unnd er windt sein messer gegen deiner / und will in des durchgehn mit dem ort zu deinem gsicht / In des wind auch gegen seinem messer / und far darmit hoch auff zu seinem gesicht / so trifft dein ort / und seins würdt abgesetzt /

 Ein anderer.

     In des so er durchzucken will / und mit dem ghültz uffert / far ihm mit hangendem ort zum gesicht / laß ihn nit durchzuckenn / noch von deim messer abkommen.

 Bruch widers messer nemen / heyßt frei außgezäumbt

     Benimpt er dich uff deinr rechten / und greifft linck außwendigs auff deine rechte hanndt inn das gehültze / unnd will dir das messer nemenn / In des / so er undersich truckt / so fall mitt dei-

ner
 

XXXII v


ner lincken handt unden an das gehültz / reiß mitt beden hendenn undersich / so nimbst ihm das messer wider / und triffst ihn.

 Durchgehn.

    Durchgeh die Zinnen /      Häw / stich / lern finden /
    Die stuck wolt wol bedencken /      Damit die meyster krencken

     Haw im Oberhaw von deinr rechten achsel zu seiner lincken seitten / In des aber eh du antriffst / so wind die schneid gegen seinem messer / senck den ort nider / geh zwischen ihm und dir auff seine rechte seitten / schlag ihm zum kopff.

 Bogen.

    Bogen zwifach /      Dein arbeit damit mach.
    Von beden seitten /      Zwischen lern schreitten.

     Heb dein messer an deiner lincken seitten / oberhalbe des knie / das das ort gegem man stehe / So er dann von seiner rechten seitten uff dich an dein lincke bindet / so biege mit deinem messer für deinen leib an die lincke seiten / das ort ein wenig gesenckt / der daum unden / die stumpff schneid gegenn dir / In des so sein messer uffs dein gleitzt / so schreit zu seinr lincke seiten / wol aus dem haw / mit eim zwifachen tritt / haw ihm durch sein lincke handt.

      Des gewon zu beden seitten.

Bruch der geraden häw auß dem bogen.

    Was vom bogen langk kümpt /      Ort schnelle das benimpt
    Die kurtz schneid lern wencken /      Lang zu haupt laß sencken.

     So er dann streych mit dem Bogen versetzt / und In des mitt eim Oberhaw gerad nider schlegt / Inn des tritt alwegen beseit aus dem haw / und haw ihm zum kopff / Oder winde dein messer gegem seinen / stich ihm zum gesicht. 

Messer nemen.

 Mit dem messer nemen /      Magstu ihn beschemen.

Mit
 

XXXIII r

        Mit lerer handt wehr nim /
              Uberwind uff linck / truck geschwind.

     Geh starck an mit dem Entrüsthaw zu seiner lincken seitten Im anbinden far mit dem ghültz über sein messer / an seinr rechten / Far mit dem creutz innwendig in seinn rechten elnpogen / stoß starck / mit der lincken handt fall ihm an seinen bundt / hinder seiner rechten handt / reiß starck an dich.

 Messer nehmen mit lerer lincker handt.

     Hawt er zur lincken / bieg dein messer under seines / zu deiner lincken / Spring wol uff dein rechte seit / under sein messer / greiff seinen arm inwendig bei der handt / truck mit dem lincken arme innwendig zwischen seine handt unnd gehültz starck uff dein lincke seitten / so nimpsts ihm. 

Bruch des ersten.

          Ist er das gelenck prellen /
               Gleich solt wider schnellen /
          Nim ghültz / ring / reiß /
               Das man dir sag preiß.

     So er mit dem gehültz also dein rechte überfellt / In des far ihm auch also über / mit dem creutz in sein elpogengelenck / schiebe von dir / greiff linck an sein ghültz under seinr rechten / reiß starck linck an dich / so kompst ihm vor.

 Bruch des anderen.

     So er / wie obsteht / deinn arm gefaßt / In des komm deinr rechten handt mit der lincken zuhülff / begreiff damit dein ghültz unden / reiß starck von oben nider.

Ein ander messer nemen.

          Linck underfar den rechten /
               Mit ghültz überreiß im vechten.

 Steh mit dem lincken fuß für / und halt dein messer uff deim
 

XXXIII v


rechten beyn / Hawt er zu deinr lincken blösse / In des biege auff dein lincke / Spring wol uff ihn / leg dein handt vest an sein rechte / far mit dem ghültz innwendigs übers glenck seinr rechten handt / reiß starck zur rechten. 

Bruch.

     Hat er dein handt also beschlossen / so sencke dein messer gegen seiner lincken seitten uff das seine / far mit deim lincken arm über bede messer / reiß zur lincken / so nimpst ihms messer. 

Fechten im Bucklier oder Rodeln.

Die Erst Regel mit dem Bucklier / auß dem oberhaw.

Wann du den oberhaw treibst zu dem man / so setze deinen knopff innwendig auff deinn schilt zu deinem daumen / und stich ihm vonn unden auff zu seinem gsicht / und wind gegen seinem schwerdt / unn laß überschnappen. Das geht zu beden seitten.

II.

     Auß dem Underhaw.      Wann er dir oben zu hawt von seiner rechten achseln / so wind gegen ihm auff dein lincke seitten / gegen deinem schilt / so stehstu in zweyen schilten / unnd wind dann auff dein rechte seitten / und greiff ihm nach dem maul / weret er das / und hebt seinn schilt / so nim das linck beyn / Das geht auch zu beiden deitten. 

III.

     Auß dem Wechselhaw.      Streich von der lincken seiten auß dem Bucklier / fast übersich in sein schwerdt / und hawe ihm dann von der lincken seitten zum haupt / und wind bloß / und stoß ihm nach dem maul / hebt er mit dem schilt und schwert / und weret das / haw lang nach seinem rechten beyn / Brauchs zu beden seiten. 

IIII.

     Auß dem Mittelhaw.      Mach die Zwir zu beden seiten / unn

den 

XXXIIII r

den Scheytler mit langer schneid / stich ihm unden zum gmecht.

V.

     Auß dem Schilhaw.      Thu ob du ihm zu der lincken seitten über seinn schilt wöllest stechen / und far mit deim ort unden durch stich innwendig seins gesichts zum leib / In des wind auff dein lincke seitten / wert ers / so nim sein recht beyn mit langer schneid.  

VI.

     Nim dein klingen zu deinem Bucklir in dein lincke hanndt / wind gegen ihm / Hawet er oder sticht dir oben zu deinem gsicht / oder unden nach deinem beyn / so laß dein rechte handt vom hefft und versetz ihm das mit schilt und schwert / und greiff mit deiner rechten handt auff sein rechte seitten nach seinem schilt / und faß den schilt wol undersich / und drehe ihn auff dein rechte seitten / so hastu ihm den Schilt genommen.

Fechten im Tolchen od Kaempfftegen / Siben merckliche Regeln.

I

       Sticht die einer von oben nider zu dem gsicht oder brust / so verfar mit deinem lincken arm / und greiff mit der lincken hand von innwendig aussen über seinen rechten arm / unnd truck ihn fast in dein lincke seitten / unnd stich ihn dann mit deinem tolchen zu seinem angsicht.

II

      Thut er ob er dir zu deim gsicht will stechen / und macht dir einen Fehler / unnd will dich in die seitten stechen / So empfahe du den stich in deinen lincken arm / und wind dan mit deiner lincken        

handt, von unden auff über sein rechte handt / und truck fast an deine brust / und stich ihm mit deim tolch zum gesicht.

XXXIIII v

III.

     Hat er den dolch gefaßt das das die scheibe bei seinem daumen stehet / und sticht dir von oben zu gesicht / so far mit deint linckne hand von unden auff inwendig seins rechten arms / und aussen über seiner rechten handt / und fahe ihm die handt mit dem tolch in dein lincke uchsen / und setz ihm an.

IV.

     Hat er sein tolch das die scheibe bei dem daumen stehet / unnd sticht dir zur seitten oder gemacht / so far mit deinr lincken handt von oben nider / und stich mit deinem tolch under sein rechte hand undersich / und mit deiner rechten übersich heb / und truck fast an dein brust / und schwing dich von ihm auff dein rechte seitten.

V.

     Hat er den tolch gefaßt das die scheiben an seinem kleynen finger steht / und sticht dir von oben nider / so faß du dein tolch / unnd stich unden auff von deinr lincken seiten / gegen seinem stich / über sein rechte handt / und greiff mit deiner lincken handt under dein rechte in dein klingen und truck dein arm vest zu seinem / und ruck undersich / das ist das verliesen.

VI.

     Hat er sein tolch gezogen / und du deinen nit / und sticht dir oben zu / so far mit deinem rechten arm von unden auff / und greiff im mit deiner rechten handt hinder sein rechte / und far mit deiner lincken handt von unden uff sein rechten elnpogen / und nim ihm den arm gar über den lincken arm und wirff ihn.

VII.

     Hat er seinen tolch eh gezogen dan du deinen / un sticht dir oben zu / so fah den stich in dein lincken arm / und far von inwendig uß

wen 

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