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  Stand: 04.04.2004
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Der Altenn Fechter anfengliche kunst, 1529

Inhalt - Einleitung - Langes Schwert - Messer I - Messer II - Dolch - Ringen - Stange
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XXXIIII r

den Scheytler mit langer schneid / stich ihm unden zum gmecht.

V.

     Auß dem Schilhaw.      Thu ob du ihm zu der lincken seitten über seinn schilt wöllest stechen / und far mit deim ort unden durch stich innwendig seins gesichts zum leib / In des wind auff dein lincke seitten / wert ers / so nim sein recht beyn mit langer schneid.  

VI.

     Nim dein klingen zu deinem Bucklir in dein lincke hanndt / wind gegen ihm / Hawet er oder sticht dir oben zu deinem gsicht / oder unden nach deinem beyn / so laß dein rechte handt vom hefft und versetz ihm das mit schilt und schwert / und greiff mit deiner rechten handt auff sein rechte seitten nach seinem schilt / und faß den schilt wol undersich / und drehe ihn auff dein rechte seitten / so hastu ihm den Schilt genommen.

Fechten im Tolchen od Kaempfftegen / Siben merckliche Regeln.

I

       Sticht die einer von oben nider zu dem gsicht oder brust / so verfar mit deinem lincken arm / und greiff mit der lincken hand von innwendig aussen über seinen rechten arm / unnd truck ihn fast in dein lincke seitten / unnd stich ihn dann mit deinem tolchen zu seinem angsicht.

II

      Thut er ob er dir zu deim gsicht will stechen / und macht dir einen Fehler / unnd will dich in die seitten stechen / So empfahe du den stich in deinen lincken arm / und wind dan mit deiner lincken        

handt, von unden auff über sein rechte handt / und truck fast an deine brust / und stich ihm mit deim tolch zum gesicht.

XXXIIII v

III.

     Hat er den dolch gefaßt das das die scheibe bei seinem daumen stehet / und sticht dir von oben zu gesicht / so far mit deint linckne hand von unden auff inwendig seins rechten arms / und aussen über seiner rechten handt / und fahe ihm die handt mit dem tolch in dein lincke uchsen / und setz ihm an.

IV.

     Hat er sein tolch das die scheibe bei dem daumen stehet / unnd sticht dir zur seitten oder gemacht / so far mit deinr lincken handt von oben nider / und stich mit deinem tolch under sein rechte hand undersich / und mit deiner rechten übersich heb / und truck fast an dein brust / und schwing dich von ihm auff dein rechte seitten.

V.

     Hat er den tolch gefaßt das die scheiben an seinem kleynen finger steht / und sticht dir von oben nider / so faß du dein tolch / unnd stich unden auff von deinr lincken seiten / gegen seinem stich / über sein rechte handt / und greiff mit deiner lincken handt under dein rechte in dein klingen und truck dein arm vest zu seinem / und ruck undersich / das ist das verliesen.

VI.

     Hat er sein tolch gezogen / und du deinen nit / und sticht dir oben zu / so far mit deinem rechten arm von unden auff / und greiff im mit deiner rechten handt hinder sein rechte / und far mit deiner lincken handt von unden uff sein rechten elnpogen / und nim ihm den arm gar über den lincken arm und wirff ihn.

VII.

     Hat er seinen tolch eh gezogen dan du deinen / un sticht dir oben zu / so fah den stich in dein lincken arm / und far von inwendig uß

wen 

XXXV r

wendig über seinen rechten arm / und truck in dein lincke seitten / und schwing dich von ihm auff dein rechte seitten / so brichstu ihm den arm. Wiltu ihn werffen auff sein ruck / so spring mit deinem rechten beyn auff dein lincke seitten / unnd greif mit deiner rechten handt unden sein rechten arm / so wirffstu ihn über die hüfft.

Ettlich meysterlich stuck / augenscheinlich ange-
zeygt / volgen hernach.

Stoß abnehmen.

Das erst und nähest in allem tolchen kempffen ist / das du fleiß habest alle stich / woher sie kommen / so es dir werdenn mag / mit der handt abzuweisen / und eilens deins thuns achten.

Bruch

XXXV v


     Herwiderumb / So dir dein stich underkomen / hab acht das du deins gegenmans stich auch also mit deiner ledigen handt empfahest / damit man dan zur Arbeit / Armbrechen / Füßschrencken und Ringen kompt. 

Erst Beschliessen

Es ist fürnemlich acht zu haben / alle stich dermassen zuuerfachen / das sie nit angehn / un damit sich am ersten befleissen / den gegen man zu beschliessen / und des Ringens vortheil acht zehaben.

 Bruch 

     So dir dein stich also undernommen / überforteylt / und in die schwech bracht / stoß ihn drauß mit deinr hand in die nähst blöß.

     Zemercken das alwege der elpogen der hand mit dem stoß nachvolgen sol. Es gibt ihm ein gwalt / und gutten nachtruck.

Begeg-

XXXVI r

Begegnen.

Stoßt dir einer vonn Tach / so fürkom und empfahe seine rechte handt mit deiner lincken unnd setz ihme wider an sein gemacht.

Bruch

     So dir einer also deinen Oberstich undernommen / so wende ihm auch seinen stich gegen deiner gemacht / mit deiner linckenn hand ab / truck sein rechte handt also gegen seiner lincken seitten / Schreit mit deim rechten schenckel / neben seinen / wirff ihn also mit deinem lincken arm / wie du ihm vor sein rechte handt gefasset / Und das bhend / In deß.

Ab-

XXXVI v

 Abreissen.

Ob du deins gegen manns stich mit der handt nit trawest zu empfahen / sonder bsorgst er wird dirs verzucken / So ist am gewissesten / das du ihm entgegen stossest / und mit deinem arm an seinen / in die schweche komest / Far mit deinem tolchenn über / also das du die spitz widder under seinem arme begreiffest / zuck an dich / so entwerest / wie hievor vom schwert auch gmeldt.

Bruch

     So er dich also bschlossen / stoß eilend mit deinr lincken an sein rechte schulter / in die schweche / erwisch als bald dein tolchen inn dieselb linck handt / laß die recht darab / zucks an dich / unnd so er verfallt / so erwisch ihn mit seiner weyche / Magst ihn also behendiglich über dein recht beyn werffen.

Auß

XXXVII r

Außwerffen.

Stoßt einer gegen dir / so empfahe seinen stich mitt deiner lincken handt / stoß also wider mitt deinem tolchen under seinem rechten arm hin / das du damit seinen rugken fassest / Tritt uff seinen rechten fuß mit deinem lincken / wirff ihn also darüber wie du ihn gefaßt / mit beden henden.

Bruch.

     So dich einer also gefasset / so lüg das du im schwang dein lincke hand umb seinen hals schlahest / so schwingstu ihn zegleich mit dir umb / und kompst ungeworffen von ihm.

XXXVII v


Armbrechen

Stoßt dir einer zu / so erwisch ihm die handt / und ker dich schnell mit deim rugken hinder ihn. Erheb dich das du seinen arm uff deiner achseln brechest.

 Bruch

     So einer dir deinen arm also uff seiner achseln brechen will / so kere dich in eil umb / schlieff mitt deim kopf under deinem arme hin / schlahe bede hend an sein handt / damit er dich gefaßt / rück sie übersich /den arm uff dein achsel / so thustu ihn was er im sinne gehabt / dir zu thun.
     Also kann es fürter ein ieder dem andern nehmen. 

Volgen

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