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Ander Theil.
Vom Innhalt deß fechtens im Dusacken, auch in was
Ordnung
solch fechten beschrieben wirdt, sampt dero Lägern.

DEr Läger im Dusacken
anfänglich sind fünff: Als die Zornhut, Stier, Mittelhut, Eber und Wechsel,
welche, wie du sie zur rechten anschickest, also solst du sie auch zur
Lincken in das Werck richten. Item hastu vor dir von vornen herab durch
die auffrecht Scheittel Lini auch fünff: als die Wacht, den Schnitt
ist die Versatzung von oben, das Lang Orth, die Bastey so zweyerley,
und Bogen, ist ein Versatzung von unden. Wie nun der Haw fürnemlich
vier sindt, also auch der Linien vier, dadurch sie gehawn werden: Als
die auffrecht Lini oder Scheittel Lini, dadurch der Oberhaw geführet,
und der Mann in recht und linck underscheiden wird. Die andere zwo schlimme
hangende Lini, dadurch der Zornhaw volnbracht wird, heist die Zorn und
Strich Lini, von beiden Seiten. Der Mittelhaw wird durch
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die dritte Zwerch oder Mittel Lini verrichtet. Die
vierde schlimme Auffsteigende Lini der da auch Zwo sindt weiset dem
underhaw seinen Weg auch zu beiden Seitten. Als zum Krempel, A. Ist
der Scheitelhaw von oben biß in die Mitte, und E. der Underhaw von unden
auff biß wieder in die mitte. Ist der linck uberzwerch Oberhaw schlims
biß in die Mitte. und H. Der recht uberzwerch Oberhaw Schlims aub biß
in die Mitte. -C. Der linck Mittelhaw, und G. Der rechte Mittelhaw gegen
einander uber. D. Ist der linck uberzwerch Underhaw von unden hero biß
in die Mitte, und F. Der rechte uberzwerch underhaw von unden hero biß
in die Mitte. Die Beyhäuwe sind, Sturtzhaw auß dem Obern und Zornhaw
herrühret, Krumphauw, Kurtzhaw, Zwingerhauw, Brummerhauw, Weckerhauw,
Rosenhauw, Gefehrhauw, Entrüsthauw, Fehlhauw, Blendthauw, Schnelhauw,
Windhauw, Bochhauw, Wechselhauw, Kreutzhauw.
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STehe in der Oberhut
mit dem rechten Fuß vor, halt dein Dusacken uber den Kopff, lass ihn
hinder dir abhangen, wie das Bildt zur rechten außweiset: Wann du nun
also in der Oberhut stehest, hawet dein gegentheil dir dann auß oder
Inwendig, zur lincken oder zur rechten nach dem Leib, so tritt alweg
auß seinem Streich, hawe sogleich lang oberhalb seinem Streich
hinein zum Haupt, und so offt du von einer Seiten einen solchen Oberhaw
vollbringest, so offt haw auch von der andern Seiten einen Mittelhaw
dargegen durch sein gesicht. Nota: So dein Gegentheil in diesem Lager
nicht hawen wil, sondern stellet sich in ein versatzung für dich, so
tritt mit deinem rechten Fuß gegen seiner rechten umb, hawe erstlich
von obern außwendig zu seinem Dusacken deinem hauw entgegensehret zuersetzen,
so lass dein hauw nicht anrühren, sondern denselben im auffahren, fehl
vor uber ablauffen, under dens tritt behendt wider herumb gegen seiner
Lincken, hawe ihm wider vornen durch sein Gesicht.
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WO dein Gegentheil dir
nicht will hauwen, so ficht auß der Mittelhut gegen ihme also: Merck
alß balt du ihn erlangen kanst, so hawe ein kreutz durch sein Gesicht:
Wo er aber sein Dusacken zur versetzung aussgestreckt hat, so ficht
ihm solches kreutz zur Hand, darinnen er die Dusacken führet, mit solchem
Kreutzhaw treibestu ihn, das er auch hawen wird als balt er das thut,
so hawe Geschwind mit zween Mittelhäwen von beiden Seiten gegen seinen
herfliegenden Streichen, gegen einander mit gewalt durch, damit Schwechestu
ihm sein Streich und machst ihm seine Arm gar müdt, das du gar wol mit
andern Nachhäwen zur Blösse kommen kanst.

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WAnn du deinem Gegentheil
zu nahe kommest, so haw vor ihm durch von deiner rechten in lincken
Wechsel, mit den Geberden, als hettestu dich verhawen, alßbalt er deine
Blösse von oben zueilet, so fahr behend uber sich mit langer Schneidt
außwendig gegen seinem rechten Arm zur Versatzung, alßbaldt die Dusacken
zusammen rühren, so wende den vordern Ort behend uber sich, stich ihm
uber dein Hand außwendig uber sein Arm zum Gesicht, zuck behend wieder
uber sich, laß die Klingen umbschnappen, schlag ihn mit der inwendigen
Fleche under deiner Handt mit hangendem Dusacken, aussen an sein Elenbogen,
ehe das recht volnbracht, so tritt zurück, haw ihm vornen durch sein
Gesicht.

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IM zufechten brauch den
Weckerhaw also: Haw einen gewaltigen Oberhaw auff ihn hinein, versetzt
er den Haw, so merck, in dem es auff sein Uersatzung rühret, so verwende
den Haw in einen Stich, umb scheube dein Dusacken auff dem seinen hinein
zum Gesicht: Fehret er auff, so hawe uber sich mit krummer Schneiden
durch sein Arm. Item, binde ihm auff seinen Bogen mit gerader Versatzung
eines Oberhawes, in dem solcher Haw rühret, so wende die lang Schneidt
mit dem Bandt noch auff seinem Dusacken bleibent entweders under sich
gegen oder durch sein Gesicht, damit treibestu ihn uber sich: Darumb
hawe jhme in dem auffahren uberzwerch durch sein Arme.

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HAwet dein Gegentheil
mit einem Entrüsthaw auff dich von oben, so merck, in dem er seinen
Dusacken in die Lufft zeucht zum Streich, in dem zuck behendt auch umb
dein Kopff, haw uberzwerch ein wenig von unden uber sich gegen seinem
haw, daß du sein haw noch oben in der lufft auffangest mit langer schneidten
und uberzwerch am Dusacken, also das dein Dusack zwischen dir und ihm
uberzwerch stande. Item, stehe mit dem lincken Fuß vor, halt dein Dusacken
im Eber, hawet er von oben, so fahre auff mit beiden Armen zur versatzung,
also das dir dein Dusacken mit dem Ruck auff dein lincken Arm zu liegen
komme, Spring ihm under sein streich, im anrühren so stich ihm außerhalb
seinem rechten Arm zum Gesicht, tritte ab, und hawe als dann gegen seiner
Lincken uberzwerch auch durch sein Gesicht.
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DEin Gegentheil so er
im zufechten in gerader Versatzung oder Bogen lieget, so haw im tritt
außwendig zu seinem rechten Arm von oben, und im versetzen, so laß die
kurtz Schneidt hart vor seinem Arm under sich sincken, Zuck zugleich
dein Wehr wider uber sich, daß du mit dem haw nicht anrührest, sondern
laß ihm also fehl vor seinem Arm vor uber lauffen, damit er umb sonst
zu versetzen verfahre, tritt behendt auß auff seine linck haw ihn gerad
durch sein Gesicht. Nota: Wann du im zufechten deinem Gegentheil in
der lincken Oberhut zu kommest, so treib von deiner Lincken von oben,
und von deiner rechten von unden starck zusamen uber deinem vorgesetzten
rechten Schenkel durch sein Gesicht ein haw drey oder vier, so lang
biß du ein Blösse ersihest, zu der selben haw hinein, nach dem haw behend
wider lang durchs Kreutz, damit du dich ferrne vor seinen häwen defendirest.
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28
IM zufechten haw einen
hohenstreich von oben zu seinem Haupt, versetzt Gegentheil den auff
sein Bogen und fehret uber sich, so fahr auß mit deinem Gehültz, sencke
ihm den vordern Ort uber seiner Versatzung hinein zum Gesicht, damit
treibest du ihn noch höher zuuersetzen, in deß sencke dich mit deinem
Leib sampt einem Zusprung ein wenig nieder, fahr ihm mit dem hindern
Ort deß Gehültz under seinem Dusacken hinein zum Gesicht, felt er mit
dem Dusacken hernach, so stich ihn mit dem vordern Ort wider außwendig
uber seinem rechten Arm, darnach haw dich wider durch das Kreutz von
ihm. Item wann dich einer uberlauffen will mit hohen streichen, so fang
im den auch noch also hoch in der Lufft von unden auff dein Bogen, mit
einem weiten Zusprung under sein Wehr, in dem anrühren, so stoß ihn
mit dem Gehültz under seinem Dusacken in sein Gesicht, darnach hawe
dich wider von ihm durch das Kreutz.
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29
BIndet dir dein Gegentheil
mit seinem Bogen an den deinen, und ist hoch mit seiner Versatzung,
so wende ihm wieder dein kurtze Schneidt under seinem Dusacken einwerts
gegen seiner lincken, damit gibstu dich vornen bloss, welcher, so er
dir deren von oben zu eilet, schneidt ihm von deiner rechten, in dem
herfahren seines Streichs mit einem auß tritt auff sein Arm, auss solchem
schnit fahre behend mit dem Ort gegen seinem Gesicht.

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30
KOmmestu im zufechten
in die hut deß Stiers und dein Gegentheil hawet dir zu von seiner rechten,
es sey von unden oder oben, so spring wol auß seinem Streich gegen seiner
lincken Seiten, haw mit im zugleich, doch daß du mit deiner Wehr oberhalb
der seinen bleibest, zu seinem Gesicht, und gegen seiner Handt, darinn
er sein Wehr hat, mit außgestrecktem Arm ganz durch, also starck, dass
dein Dusack wider uber deinem Kopf umbschiesse in dem Sturtzhaw oder
lincken Stier, von dannen haw ein Mittelschlag mit außwendiger Fleche
gegen seiner rechten wider gegen seinem Gesicht durch, daß dein Dusack
wider uber deinem Haupt in rechten Stier umbschiesse, diese zween Haw
sollen behendt und starck auff einander gehen, darnach trawe von dannen
einen stoß, under dens aber Zug den stoß wider, und hauwe zween streich
durch das Kreutz hernach.
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31
SO dein Gegentheil im
Bogen liegt, alßdann tritt und haw ein starcken Haw von oben starck
auff sein Gehültz, diesem Hawe wird er behendt nachhawen, darumb merck,
daß du mit deinem Haw nicht durchkommest, sondern alßbaldt sie anrühren,
so laß dein Klingen gegen seinem rechten Arm under sich ablauffen, zuck
zugleich dein Wehr wieder uber sich, hawe also den andern behendt, in
dem er zum Streich auffzeucht neben seinem Gehültz, weil er es zum Streich
noch in der höhe führet, inwendig durch sein Gesicht, sihe gleichwol,
daß du nicht näher mit deinem Fuß, dann daß du ihn mit dem eussersten
deines theils wol erlangen kanst, trettest.

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32
WAnn du im zufechten
in die rechte Zornhut kommest, mit welcher du die ganze lincke Seiten
bloss dargibest, welche dann dein Gegentheil mit häwen anfechten wird,
und alßbald er dir von oben zuhawet, so tritt under dens mit deinem
rechten Fuß wol auff sein lincke Seiten zu ihm beseits auß seinem Streiche,
hawe zugleich mit im, doch daß dein Wehr in solchem gleichhawen oberhalb
seinem Dusacken komme, hinein seinem Kopff und Hand, darinn er die Wehr
helt zu, also daß dein Dusacken nach vollendem haw neben deiner Lincken
in wechsel komme, von dannen, wo er dir der rechten Blösse zuhawet,
nim ihm sein herfliegenden Streich mit langer Schneidt starck uber sich
gegen deiner rechten auß, laß dein wehr in gemeltem außnemen vollents
umb dein Kopff fahren, Hawe ihm alß dann mit Windhawen außwendig uber
sein rechten Arm.
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STehe in der geraden
Versatzung oder Schnit mit dem rechten Fuß vor, halt deinen Dusacken
mit ausgestrecktem Arm vor, daß die lange Schneid gegen dem Mann, und
der voder Ort für sich aufstehe. Item, hierin versetze ihm seinen Oberhau
mit langer Schneidten, und in dem die Dusacken zusamen stossen, so rucke
dein Wehr uber sich, gegen deiner Lincken, daß du vollents in den lincken
Stier ankommest, von dannen hawe ein Underhaw oder Mittelhaw, oder auch
schlims oberhalb seinem rechten Arm gegen seiner Rechten durch sein
Gesicht starck und lang von dir, als balt hawe ferner mit Kreutzstreichen
lang nach durch sein Gesicht.

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34
WAnn du für dein Gegentheil
im Bogen liegest, so gib acht, als balt er von seiner rechten gegen
deiner Lincken zum Haupt hawet, so wende mit hangendem Dusacken die
lange Schneidte uber sich gegen seinem Streich, under deß zugleich mit
solchem versetzen tritt mit deinem lincken Fuß hinder deinen rechten
auß seinem Streich zu ihm, laß seinen haw auff deiner langen Schneiden
neben deiner Lincken under sich abgehen, tritt mit dem rechten Fuß ferner
zu seiner Lincken, hawe ihm vornen durch sein Gesicht. Item, so du ihm
seinen haw mit deinem Bogen uber sich gegen deiner lincken versetzt
hast, so zucke dein Dusacken in dem es noch anrühret, gegen deiner lincken
Achsel, als balt hawe von der lincken Achsel gegen seiner Rechten schlims
durch sein Gesicht oder Arm, darnach hawe dich mit Kreutz und Mittelhäwen
von dir.
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VEtter Wendel gieb gute Acht,
Gestiffelt im tretten wol bedracht.
Daß du nit so blindt schlagest drein,
Bevor einem zum Gesicht hinein.
Sonst wo du es ubersihest,
Und eins darüber auffn Kopff kriegest.
Schlag ich hin, da es dich nicht juckt,
Wann auch gleich das Blut springt zuruck.
Dann also tödt ich einem die Läuß,
Wann er sonst will machen viel mäuß.
Zwag einem gern deß Kopffs grosse Haar,
So er seiner sachen nicht nimpt wahr.

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