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  Stand: 04.04.2004
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Deutsche Fechtbücher

Im Mittelalter entstanden in Deutschland, bzw. dem deutschen Sprachraum soviele Fechtbücher wie in keinem anderen Gebiet zu dieser Zeit. In Italien gab es zwar auch Fechtmeister die Handschrifften verfassten (z.B. Firore dei Liberi und Philippo Vadi), aber es sind erheblich mehr Werke Deutscher Meister bekannt. Erst im 16. Jahrhundert übertrifft die Zahl der italienischen Publikationen die der deutschen. Dieser Wechsel geht einher mit dem Aufkommen des Rapiers und der sog. italienischen Schule. Nichts desto trotz wurde in Deutschland immer noch eine große Zahl Fechtbücher geschrieben und veröffentlicht, wie man an der Bibliographie Deutscher Fechtbücher bis 1700 erkennen kann.

Abbildung aus Albrecht Dürers FechtbuchDas erste bekannte deutsche Fechtbuch ist das sog. Towerfechtbuch I.33. Es stammt aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert und beschreibt in Lateinischer Sprache anhand viele kolorierter Abbildungen den Kampf mit Schwert und Faustschild.
Eine wahre Masse von Handschriften tradierte die Lehre von Johannes Liechtenauer, die sein Schüler Hanko Döbringer 1389 zum ersten mal niederschrieb. Nach Döbringer tradierten andere Fechtmeister Liechtenauers Lehre, z.B. Ringeck, Paulus Hector Meier und Paulus Kal um nur einige zu nennen. Neben diesen Werken gibt es auch einige wenige Fechthandschriften, die nicht mit der Liechtenauerschen Lehre in Verbindung gebracht werden können.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts fand das Rapier auch Einzug in Deutschland und beeinflusste die Fechtweise und Fechtbücher nachhaltig. Hier ist besonders das Fechtbuch von Joachim Meyer bemerkenswert, welches 1570 zum ersten mal erschien und später noch mehrmals aufgelegt wurde. Neben dem Rapier behandelt es mit dem Langen Schwert, dem Dusack, dem Dolch und Stangenwaffen von der Hellebarde bis zur Pike alle gebräuchlichen Fechtwaffen dieser Zeit sehr ausführlich. Meyer konzipierte sein Werk als allgemeinverständliches Lehrbuch für jedermann. Sein besonderes Augenmerk richtete er auf die Fechtweise mit dem Rapier, da er bei seiner Leserschaft kein Hintergrundwissen zu dieser Waffe voraussetzen konnte, was bei den anderen behandelten Waffen der Fall war, da sie allgemein verbreitet waren.

Im frühen 17. Jahhundert kam es aus heutiger Sicht geradezu zu einer Schwemme von Veröffenlichungen von Fechtbüchern. 1606 erschien das Werk von Salvatore Fabris, einem Italiener am Hofe von Christian IV. von Dänemark. Allerdings währe es wohl etwas übertrieben dieses herausragende und epochemachende Werk als deutsches Fechtbuch bezeichnen zu wollen, nur weil Christian IV. auch Herzog von Holstein und somit Lehnsmann des Kaisers war.

1611 - 12 erschienen ettliche Fechtbücher, die sicher von Fabris Werk beeinflußt waren. uvon verschiedenen Autoren

Der Schwerpunkt unserer Forschungsarbeit liegt bei den Fechtbüchern, die von deutschen Fechtmeistern verfasst wurden.

Transkriptionen und eine Bibliographie Deutscher Fechtbücher bis 1700.

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