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XXXVIII r
Volgen vil kunstlicher
stuck Kämpffens / Ringens und Werffens.
Schweche suchen.
ES
ist / wie in allem fechten / auch hierinne / der stercke unnd schweche
höchlich acht zenemenn. So du ann man kompst /
befleiß dich / wo er
starck ist / das du ihm der nähsten schweche geremest (wie
dann ein
iede sterck ihre schweche mit bringt) und nach tringest / so machstu
ihn verfallen.
Bruch.
In
gleichem wert ist auch das In des zehaben / welches / als die rechte
zeit / so du nit triffst / in der arbeit / unnd also versaumlich
nachhin tappest / so merckt mans / ist all dein thun ummsunst.
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XXXVIII v
Ann Rugken werffen.
IM
ersten angriff geh uffrecht zu ihm / unnd erwisch in eil mit einer
hanndt seinen schenckel / stoß ihn mit dem kopff an die brust
/ mit der
anderen handt zum angesicht / so fellet er ann rugken.
Bruch.
So
dich einr also oben geblendt / und unden erwischt / so truck ihm bede
hend starck uff seinn kopff / dweil er in der schweche ist / so sitzt
er uff den ars.
Arm
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XXXIX r
Arm
übertrucken.
MAgstu
einem im ersten angriff bede arm erwischen / und wol über
einander
trucken / damit schwechstu ihn mechtig / deins gefallens nachvolgend zu
werffen und schwingen.
Bruch.
Understeht
er dir also bede arm zuverschlagen / so hab acht eh er dich in die
schweche bringt / und lauff ihn starck mitt eim nachtruck mit deinr
brust wider die seine / auß seinem fortheil / Magst also
widerumb das
Vor überkommen / und dich baß anschicken.
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XXXIX v
Abwerffen.
HAt
dich einer in der mitte gefasset / mit dem kopff ann rugken zustossen
vermeynend / so erwisch ihn in des mitt seinen bedenn achselen / odder
wie du ihn daselbst mit dem goller fassen kanst / schlag ein beyn
für /
so schwingstu ihn drüber / das er fallen muß.
Bruch.
Faßt
er dich also zum schwang / so laß von seiner weyche / und
greiff ihm in
die kniebüg / heb übersich / so fellest ihn ann
rugkenn / Oder würffst
ihn über deinn kopff / oder lauffst mit ihm darvon.
Schweche
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XL r
Schweche stercken.
BEgreiffstu
seine bede arm / so er dann gegen dir trucket / so zuck ihn gegen dir
in die schweche / In des erwische seinen kopff under dein lincke achsel
/ schlahe damit dein linck beyn für / schwing ihn gleich
darüber.
Bruch.
In
des so du dich verfallest / erwisch seinn fürgsetzten lincken
schenckel
/ mit deiner lincken handt / truck oben mit deiner rechten handt /
seinn lincken arm und mit deim kopff an seine brust / so fellestu ihn.
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XL v
Mauß
greiffen.
SO
einer sich inn stand gestellt / so ist ein griff vornen obenn ann
schenckeln / beneben der gemacht / damitt einer gar liederlich und
eilends zu werffen und zugreiffen ist / wie hierob angezeygt.
Bruch.
Solichs
würt eben mit gleichem gebrochen / Geradtet allein dem der das
vor
behaltet / und wie ehgemelt / In des / Schweche und nachtrucks eben
achtet.
Sterck
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XLI r
Stercke schwechen.
HAt
dich einr dermassen gefaßt / das du nit wol zu entkommen
getreuwest /
So er dich also nidertruckt / so zuck ihm zu dir mit deiner hanndt /
den kniebug des schenckels / damit er am stercksten steht /
stoß oben
von dir / so leßt er die hend uff.
Bruch.
Halt
ihn nit lang an deiner underen blösse / sonder so du ie deines
gefallens / nit mit ihm rehd werden kanst / laß obenn abe /
faß ihn In
des an seiner weyche / so hebst ihn mit den beynen übersich
oder uff
deine achsel.
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XLI v
Das hinderst vornen
nemen.
SO
er neben deiner rechten seitten steht / schlahe deinen rechten arm umb
sein weyche / trehe ihn also umb mitt einem zuck / stell deinen rechten
fuß für / weiche sunst mitt dem leibe hindersich /
das gibt deinem zug
einn gewalt / so fellet er über dein beyn.
Bruch.
Empfindestu
das / erwisch eilend sein bede Schenckel umb die knie / mustu dann ie
fallen / so fellestu uff ihn.
Uber
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XLII r
Uber achsel
stürtzen.
ERwisch
ihm die lincke handt mit deiner rechten / ruck die übersich zu
dir / In
dem schwang / geh mit dem kopff under deim arm durch / buck
für dich /
so wirffestu ihn über deinenn rugken und achsel / uff seinen
kopff.
Bruch.
Geht
er dir also durch / laß ihn zu keiner weiteren arbeit kommen
/ sonder
geh In des auch durch gleich wie er / so magstu ihm seinen arm
über
dein achsel brechen / oder ihn stürtzen / wie ietz gemeldet /
und
dergleichen.
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XLII v
Nider stauchen.
ES
ist ein schlechter fortheil / so es unversehens von nöten /
Greiff
einen hinderwerts in der weyche / heb ihn übersich / stell ihn
hart
nider / stoß ihm in deß mitt einem knie in seine
kniebug / zur schweche
/ so fellest ihn zur Erden.
Bruch.
Erhebt
dich einr also zum sturtz / Ergreiff seinen hals zwischen bede arm /
ziehe seinen kopff also über deinen achsel / so zwingstu ihn
mehr dann
er dich.
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XLIII r
Wurff auß
dem Sturz.
OB
einer dich in der weyche gefaßt / Lug ob du mitt dem leibe zu
seiner
seittenn kommen mögest / schlahe ein beyn hinder ihn / ziehe
oben mit
dem kopff / als obsteht. So er dann inn der stercke zeucht / unnd von
dir will / In des laß den hinderstenn arm an seinem kopff
gehen / truck
ihn mit dem forderstenn an die brust / so fellest ihn ann rugken.
Bruch.
Fleiß
dich ihn auß solchem zubringen / zuck oder stoß ihn
mit deim beyn auß
seiner stercke / Oder ergreiff ihm die lefftzen mitt einer handt am
backen / reiß und trehe umb / so entbrichst ihm.
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XLIII v
Hintragen.
IM
ersten zugang ist ein mercklichs / einem den griff brechen / die arm
verschrencken / unn einen nachmals in die schweche bringen / und
derselben nach / In des behendiglich arbeytten.
Bruch.
Ist
dir einer ie zu geschickt / und in alle weg zu behend / so habe acht /
so bald du einn offnung ersihest / geh durch / das du ihn auff dein
achsel bringest / lauff mit ihm davon.
Ann
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XLIIII r
Ann kopff stellen.
Hab
acht / ob du einen hinderwerts mitt dem wammest odder goller erwischen
möchtest / hinden am halse / streck den arm vonn dir / so mag
er dich
nit wider umbgreiffen. Und so er also sich von dir arbeiten wollte /
und zöhe / In des gib ihm einn nachtruck mitt gemeltem arm /
als
wolltest ihn auffs angsicht werffenn. So er dann sich also des falls
besorgend / die hend fürschlegt / gegen der erde / so bhalt
ihn doch
beim goller / und far mit deinr andern handt hinderwerts zwischen
seinen beynen durch / ergreiff ihm ein hand / unn über ein
bein schwing
ihn übersich / so stellst ihn auff den kopff.
Bruch.
Erwischt
dich einr also mit dem goller / so buck und wind dich umm / deinen
kopff under seinn arm / damit er dich gfaßt / ann leib hinan
/ Ergreiff
ihm einen schenckel / heb ihn auff über ort so fellt er uff
seinen
kopff.
Gur-
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XLIIII v
Gurgel werffen.
GReiff
mit deiner rechten vorn an seine gurgel / schreit mit deim rechten
hinder seinen rechten schenckel / schwing ihn also über dein
knie und
beyn.
Bruch.
So
er dich also hinderschritten / und beim hals ergriffen / Trit mit deim
lincken fuß hinder seinen lincken kniebug / so bringestu ihn
zur
schweche / und fellest ihn.
Diß
und dergleichen alles sol man zur rechten und lincken gewohnen / wie
sich die gelegenheit des angriffs begibt.
Hinder
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XLV r
Hinderst zu vornen.
SO
es dir werden mag / so fürschreitte ihn recht / schlahe ein
handt
hinder ihn / und greiff ihm zwischen die beyn / so wirfestu ihn
über
dein fürgestelt beyn fürsich.
Bruch.
Ergreifft
er dich gemelter massen / so setz eilends deinen fuß / den er
dir nit
fürschritten / für dich in die stercke /
faß ihn vornen / wie er dich
hinderwerts / zwischen den beynenn / mitt der einenn handt / Den
anderen arm schlahe ihm under sein kinn / trucks hindersich / schwing
ihn zugleich also geschwind über deinen hindersten
fuß / den er dir
fürschritten hat.
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XLV v
Hindergehn.
ERwüschest
einem seine rechte mit deiner rechten handt / so kere deinen ruckgen
gegen dem seinen / schlahe im die lincke handt umb sein weyche / buck
dich in eil / so wirffst ihn über deinen kopff.
Bruch.
Ob
dich also einer hindergehn will / so bleib in deiner sterck / und eh er
sich zum wurff buckt / ergreiff seinen rechten schenckel mit deiner
lincken handt / schwing ihn übersich auff dein achsel / lauff
mit im
darvon / Will er nit fallen / so wirt er sich selb wol an deinen
vorgefasten rechten arm haltenn / Du möchtest ihn auch also
übel
werffen.
Gefangen
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XLVI r
Gefangen nemen.
ENdtlich
/ so du einen geworffen unnd zu fall bracht / so knie im
zwüsche bed
bein auff sein gemacht / faß im bede hend / oder die gurgel /
truck
fast allenthalben zur erden / so behelstu ihn.
Bruch.
Bistu
ie vergwaltigt unnd undergeworffen / hab eilends gut acht / das dir
dein hend nit verschlossen / sonder far im gleich mitt einer handt ins
angesicht / den daumen unders kinn / die anderen finger under den
augapffel / greiff also starck / mit d` andern hand stoß im
starck
neben zur blasen / streck einen schenckel der dir am ledigsten / ziehe
in geschwind wider an dich / so gibstu im ein guts zu den hoden / Mit
disen dreien griffen zu einem mal magstu ihn von dir bringen.
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XLVI v
Drittheyl
dises Buchs. Von Fechten in
der Stangen / Weliche ein Ursprung ist viler wehre / als
Langspieß / scheflin / Helmpartten und zuber stangen
•
Anbinden
Die
Stangen hat acht versatzungen / Vier im anbinden / oben zwo / und unden
zwo / und zu beden seitten ein in ieder hand und zwo mitten in der
stang. Wenn du anbindest oben
von der rechten
handt in sein stange / so scheuß ihm dein ort in die brust /
oder
arbeite ihn über die stangen zu der rechten achsel / Weret er
dir das /
so schlahe ihm unden in
sein
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