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IIII r
Zornhaw
13
17
Zwirhäw brechen. 14 Zu dem kurtzen schwerdt vier
Regeln. 14
Zwölff leren
/ den angehnden Fechteren.
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• Zwölff Regeln
laß dich nit verdriessen /
Aus den mag dir große
kunst entspriessen. |
| 1. |
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Welcher fuß vorn steht / sei bogen
/ Der hinder gstrackt / ziert
den leib oben. |
| 2. |
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Hoch gfochten / mit gstracktem leib /
Gwaltig Bossen auß
der lenge treib. |
| 3. |
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Streych und tritt mit einander
Und setz dein
füß wider einander. |
| 4. |
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Wer tritt nach haewen
Der darff sich kunst nit frewen.
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| 5. |
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Merck was die flech ist /
Ficht nit linck / so du recht
bist. |
| 6. |
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Such schwech und sterck /
In des das wort eben merck.
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| 7. |
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Prüff weych odder hert /
Nachreysen sei dein gfert.
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| 8. |
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Streych vor und nach /
Einlauffen sei dir nit gach. |
| 9. |
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Ficht nahend beim leib /
Die zeckrur nit vermeid.
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| 10. |
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Tritt nahend in Bundt /
Anderst du würdest
verwundt. |
| 11. |
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Vor der hadt / heyßt die lang
Schneid / Selten ein versatzung
auff der kurtzen leid. |
| 12. |
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Erschrickstu gern /
Keyn Fechten lern.
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Erst
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IIII v
Erst Theil
diß Buchs.
Wie man fortheyl im
langen Schwerdt / welchs ein grundt unnd
ursprung allen Fechtens / zu beden henden brauche sol.
Ein Zedel fechter ich mich rüm
Im Schwerd un Messer
ungestüm In stercke / schweche / kurtz und lang /
Mein gegen man ich thu bedrang / In des
hab acht /
versteh mich recht / Ihn triff / eh er
sein Läger
schlecht.
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So hab ein anders ich darauff /
Damit mein kunst gar
teur verkauff Mein Arbeit treib ich nun bering /
Am
leib glatt einher / nach der kling / Zu schnid mach streych / stich /
so widrub Wilts lerne grüntlich.
Zu mir komm.
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V r
Das erst Leger
würdt genant Hochort oder Ochs / als die Alten woellen / Und
würt vil darauß genommen.
Wer
dir ober hawet / Zornhaw dem drawet. Würt
ers gewar /
Nims oben ab one fahr. Biß stercker
wider. Wind /
stich / sihet ers / nims oben wider. Das eben merck
/ Haw /
stich pind leger / weych oder hert In des und darnach
/
Anhut dem krieg sei nit gach. Wes der Krieg raumet
/ Oben
nider würt er geschamet. In allen Winden /
Haew
/ stich / schnid lere finden.
Flügel.
Flügel nim aus der Obern hut oder Hochort
/ Den Ersten streych von tach
zu dem lincken ohr / Den andern von unden mit dem trit deiner lincken
seiten. Den dritten streych / hinder sich auff den kopf.
Bruch diß
vorgeschribenen .
Flügelt
dir einer zu / versetz den ersten von tach Den andern steck von unden
mit deiner langen schneid / und greiff mit deiner lincken handt an sein
schwerts knopff / so würffestu ihn über sein schwerdt.
Text.
Zornhaw / komp / twer / Hat Schiler mit Scheytler
/ Alber versetzt /
Nachraisen / Uberlauff / haw / letzt. Durchwechsel / zuck / Durchlauff
/ abscheid / hendtruck Heng / wind mit plössen / Schlag mach
streych
mit stößen.
Kron.
Tritt unnd schlag von oben mitt deiner langen
schneid durch / auff sein linck ohr. Den andern trit un schlag mit
kurtzer schnei
B
|
|
V v
de
oben nider des rechten ohrs. Den dritten streych hinder sich mit der
langen schneid.
Bruch.
Wann
dir einer kron hawt / verfach den ersten. Zum anderenn streych /
leg ihm dein kurtze schneid an hals / so schlegt er sich selb.
Feler.
Nim
den Fehler auß dem Hohen ort / Haw kurtz durch / uff sein
linck ohr /
und tritt mitt deim lincken fuß gegen seiner rechten seitten
/ Und
schlahe den andern streych lang hinein auff sein recht ohr / Bleib hoch
mit guter versatzung.
Bruch.
Haw
von oben auß dem Ochsen gegen ihm / unden durch die Rosen /
und leg ihm
die kurtze schneid in sein gesicht / wind kurtz ab / und schlahe mit
der langen schneid nach.
Regel.
Haw
gegen seinem streych durch / unnd tritt mit dem rechten fuß
in Triangel
/ damitt du dich fast entblössest / Ursach / das er deiner
blösse
zuschlahe / Darnach tritt mit dem lincken fuß / und schlahe
mit der
hand nach.
Von vier
blößen.
Vier
Bloesse wisse . Zuraumen / so
schlegstu gewisse
/ On alle fahr / Wie er gebar.
Vier
Blöße brechen.
Wiltu
dich rechen / Die vier Blöße kunstlich brechen /
Oben
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VI r
Oben
duplier / Unden recht mutier.
Ich sag dir
fürwar / Sich
schützt kein man on fahr. Hastu
mich vernomen / Zu schlag mag er nit
kommen.
Schlaudern.
Schlaudern
nim auß der Obern hut / Haw gegen ihm mitt der langen schneid
auff sein
linck ohr Versetzt ers / thu ob du zucken wollest / und bleib mit der
kurtzen schneid an seinem lincken ohre / Zuck und Schlauder von unden
mit der fleche an sein rechtes ohr.
Bruch.
Ob
dir ainer zu schlaudert laß den ersten straich abschneiden /
und
versetz den andern von oben nider mitt deiner langenn schneid / so
magstu ihn bstecken oder dempffen.
Durchschiessen.
Durchschiessen
magstu auch nemenn auß dem Hohen Ort / Haw vonn oben nider /
unden
durch die Rosenn / mitt verkerten henden und kurtzer schneid / in sein
angesicht Laß kurtz ablauffen mit der langen schneid
nachtretten.
Bruch.
Wann
dir einer durchscheußt / unnd will dir die kurtz schneide
anlegen das
du anderst nit arbeiten kanst / so nim dein schwerdt beim ort und
schlahe ihm das Kreutz an kopff.
B ii
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VI v
Vier
Läger.
Vier
Läger alleyn Halt /
und fleuch die gemeyn. Ochs
/ Pflug / Alber Von tach / sei
dir nit unmehr.
Nach
unserer newen art haben wir andere na men / wiewol ein bedeuttung ist /
Als Hochort / Hangend ort / Eisern pfort / Pflug / Die sind vilfaltig.
Ubergreiffen.
Ubergreiffen
magstu auch nehmen auß dem Hohen ort. Greiff mit deiner
rechten handt
über dein Kreutz in die klinge / das dein finger in der fleche
stehend.
Schlegt dir einr zu / schlahe gegen ihm mit der stercke das du mit not
sein schwerdt übertringest / und zuck ihm dein fleche an sein
recht ohr
/ unnd verfare hoch / in deine versatzung.
Bruch.
Wann
dir einer übergreifft / beut ihm den streych / und verzuck
kurtz
Streich lang nach / oder brichs mit dem Feler oder Kron hawe.
Bleiben.
Leg
dich in die Oberhut oder Hochort / und haw mit der langen schneid an
sein linck ohr / und thu ob du zucken wolltest / unnd bleib mit der
kurtzen schneiden an seinem lincken ohr. Darnach zuck und haw mit
langer schneid nach.
Bruch.
Wann
dir einer bleibt mit kurtzer schneid an deinem lincken ohr / so bleib
du auch an der andern seitten / Zuckt er aber von erst / so schlegt er
sich selber.
Wolher
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VII r
Wolher / Mich schon besunen hab /
Uff bede ort
zusetzen ab / Doch nit zulang. Behalt das Vor /
Biß mir die
blöß wird offenbor.
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Keins Legers ich dir wird sein gut.
Im Nach
dich triff uß freiem mut. Damit zur arbeit kom geschwind /
Ja wart biß ich dir
erst anbind.
|
Von
Versetzen.
Vier
sind Versetzen / Die die
Läger letzen. Vor
Versetzen hüt dich /
Geschicht dirs not / es
müt dich. Ob dir Versetzt ist
/ Und wie das
herkommen ist / Hör was ich rathe
/ Reiß ab /
haw mit drate / Setz an vier enden
/ Bleib
daruff ler wiltu enden.
Hangend Ort.
B iii
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VII v
Das
ander Läger würdt genant Hanged ort /
und
ist zwifach Krump auff behend /
Würff dein ort
auff die hend / Krump wer wol setzt
/ Mit
schriten vil haew letzt. Haw krump zur flechen
/ Wiltu die meyster schwechen.
Wann es glitzt
oben / So stand ab / das thu
ich loben. Krump
mit Kurtzhaw / Durchwechsel
damit schaw. Krump
wer dich irret / Der edel Krieg
daruff verferet
Das er fürwar / Nit
weyß wo er ist one fahr.
Hangend
ort legert den rechten fuß vor / mitt der fleche under das
angesicht
tretten / kurtz und hoch versetzt / was streych vonn tach geschlagen
würdt / kurtz ab lassen lauffen / und lang nachtretten mit dem
streych.
Bruch.
Treib
von der rechten handt / den rechten fuß vor / ligt er still
im
Hangenden ort / leg ihm die kurtze schneid an sein recht ohr / so darff
er nit zucken / wo er aber zuckt / so entblößt er
sich.
Wider Bruch.
Wann
dir einer die kurtze schneid an den hals legt / verwende dein hend mit
dem schwerdt / und sperr ihn von oben mit der langen schneid Und greiff
mit deiner lincken hand an seinen knopff / wirff ihn auff die linck
seiten über sein schwerdt.
Eisern Pforten.
Das
Dritt Läger würt genant / die Eisern Pforten / oder
die Zwir nach den Alten.
Zwir
benimpt Was von Tach her
kümpt. Zwir mit der
sterck / Dein Arbeit damit
merck.
Zwir
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|
|
VIII r
Zwir
zu dem Pflug / Zu dem Ochsen
ghört fug. Was
sich wol Zwiret / Dem haupt mit
springen
gfiert. Feler verfüret
/ Nach wunsch er
rüret.
Verkerer zwingt / Durchlauffen auch mit ringt. Den elnpogen
gewiß nim /
unnd spring in die wag / Feler zwifach /
trifft man
den schnidt mitt macht / Zwifach es fürbaß
/
Schreit in linck / biß nit laß.
Von
Tach.
Leger
dich in die Eisern pfortten mitt geschrenckten henden / Schlegt dir
ainer von tach / nim sein streych von tach mit kurtzer schneid / und
tritt ihm nach mit langer schneid.
Bruch.
Treib
den Fehler auff ihn / so er ligt in der Eisern pfortten / so verfert er
umbsunst / und blößt sich.
Uberschiessen.
Leg
dich wi vor / mit geschrenckten henden / und tritt mit der kurtzen
schneid übergeschossen auff sein linck ohr / unnd verwend dein
hend und
schlahe mit der langen schneid nach.
Bruch.
Wann
dir einer die kurtz schneid überscheußt / so wennde
den streych ab / se
kompt dir streych wider wider streych / und gleiche arbeit.
Uberlauffen.
Wer
unden raubt / Uberlauff den /
er würt
beschampt. Wann es glitzt oben
/ So stand ab /
thu ich loben. Dein arbeit mach
/ Oder hart
truck zwifach.
Tri
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VIII v
Triangel.
.Leger dich mit geschrenckten henden vorm
gesicht / Schlegt er dir
Püffel auß dem Hohen ort / so verwend dein hend von
unden auff / und
tritt in falsch tritt / und Versetz dich kurtz / das er Abrüst
auff
deiner fleche / Darnach schlahe mit dem tritt und langen schneiden
nach.
Bruch.
Wann
du dich verhawen hast auff ihn / so fare mitt deinem knopf
übersich so
bistu auch versetzt / Laß ihn auch abrauschen / und arbeit
mit ihm nach
vortheil.
Von
Absetzen.
Lere
Absetzen / haew / Stich
künstlich letzen. Wer
auff dich sticht / Sein ort
brich. Von baiden
seitten / Triff allmal / wiltu
streitten.
Durchlauffen.
Durchlauffen
laß hangen / Mit dem
knopff greiff / wiltu
Rangen. Wer gegen dir sterckt /
Durchlauffen
damit merck.
Regel.
Merck
/ Wann du einem zustichst / das du triffst mit dem ort / so wind alwege
dein schwerdt mitt dem knopff under die rechte achseln.
Das
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IX r
Das
Kurtz un lang mein vorrath ist
Beschütz mich
des zu aller frist / Daraus ich all mein Arbeit treib /
Zur Klingen stercke / glat am leib.
|
Darin dein sterck empfinden kan /
Mit scwech
dirs brich vo stunden an Verfellest dich / hab acht gar drat /
Was mich mein meister glernet
hat.
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Vom Schilhaw.
Schiler
bricht / Was Püffel
schlegt oder sticht / Wer
Wechsel trauwet / Schiler ihn
darauß beraubet /
Schilt kurtz er dich an /
Durchwechsel ihm
gesiget an. Schilch zu dem ort
/ Unnd nim den
hals on forcht / Schil zu dem haupt oben
/
Wiltu betoben.
Von
Zucken.
C
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IX v
Tritt
nahend in Bund / Zucken geben
gut fund / Zucke
/Trifft er / Zuck meh / Arbeit
/ das thut im
we. Zuck alle treffen / Wiltu
die meyster äffen.
Von
Anbinden.
Bindt
dir einer oben an / prüff ob er hert oder weych lige / Ligt er
hert /
so wind unden durch / auß der Rosen / gegen seinem gsicht an
das linck
ohr / so windestu ihm sein schwerdt auß / und
blössest ihn damit. Zuckt
er aber / und schlegt / verfare oben mit der versatzung.
Bruch.
Wann
dir einer oben hat anbunden / unnd ligt vest / das du nit Zucken
darffst / und will auch nit Zucken / So heb dein knopff
übersich / und
laß ihm den ort zwischen seiner hend eingehn / unnd zuck an
dich / so
muß er lassen.
Außreissen.
Wann
dir einer anbindet / und ligt hert im Anbinden an deim schwerdt So
greiff mit deinem ghültz über seine bede hend / und
reiß undersich zu
dir / damit blössestu und schlegst ihn.
Vom
Nachraysen.
Nachreysen
lere Zwifach / oder schneid in
die wehre. Zwey
auch darinne / Dein arbeit
damit beginne / Und
prüff die gferte / Ob
sie sind weych oder
hertte / Das fülen lere
/ In des das wort /
schneid sere. Nachreysen
zwifach Trifft / Man
den alten schnit mit macht.
[Pflug.]
Das
vierd Läger würt genant der Pflug. Was dir
Püffel schlegt / tritt in
Triangel mit dem rechten fuß / unnd versetz kurtz mit der
fleche / das
er abrüst. Darnach tritt ihme nach mit dem lincken
fuß / und schlahe
mitt langer schneid nach.
Bruch.
|
|
|
X r
Bruch.
Wann
dir einer versetzt / und du dich verhawen hast / zuck dein knopff
übersich / das du wol deckt seiest / und laß ihn
auch abrüschen /
Desgleichen ist auch begriffen in Hiltprants oder Plitzhaewen.
Abschneiden.
Schneid
ab die herten / Von bayden
geferten. Vier sind
der Schnidt / Unden zwen oben
mit.
Regel.
Wann
du einen findest im Pflug / scheuß ihm über / es sei
mit kurtzer odder
langer schneid / eh er zu Arbeit kompt / so sperrestu ihn / das er
weder zucken noch schlahen mag / Das fehlt dir nit / so du ihn
begreiffst im Läger.
Von Durchwechsel.
Durchwechsel
lere / Von beyden seiten
streich mit sere. Wer
auff dich bindet / Durchwechsel
ihn schir
findet.
Kampffstuck.
Leg
dich gegen ihm wie vor / Greiff mitt deiner lincken handt in deine
schwerdts klingen / in der mitte / und stich ihm gegen seinem gsicht so
muß er versetzen / und den stich außtragen / so
folge ihm nach mit dem
tritt / und laß dein lincke handt vom schwerdt / Greiff mit
deinem
knopff über sein bede hend / und lege ihm deine schneid an
hals / und
lege ihn in die schweche / so wirffestu ihn.
Bruch.
Wann
dir einer sein schwerdt hat angesetzt / und will dich werffen /
laß
dein recht hand vom schwerdt / unnd stoß von unden an sein
C
ii
|
|
X v
lincken
elnpogen / so muß er sich wenden.
Regel.
Hat
dir ainer angesetzt an dein brust / so begreiff sein schwerdt mit der
lincken hand / vorn bei dem ort / un stich mit deim schwerdt hinder
sein linck beyn / unn tring mit deiner brust gegen ihm / und
stoß ihn
mit deiner lincken handt an sein brust zurück hindersich
über dein
schwerdt.
Schedtelhaw.
Der
Schaitel dem Antlitz ist gfar /
Mit seiner kar
der brust fast gfar. Was von ihm kümpt
/ Die
Kron das abnimpt / Schneid durch die kron
/ So
brichstu sie fast schon. Die stich trucke
/ Mit
schnitten sie ab zucke.
Sprechfenster.
Sprechfenster
mach / Stand fröhlich
/ besihe sein sach.
Schlahe ihn das er schnabe /
Wer vor dir zeucht
abe. Ich sag dir fürwar
/ Sich schützt kein
man
on fahr / Hastu mich vernomen /
Zu streych mag
er nit komen.
Regel.
Wann
einer vor dir ligt im Sprechfenster / so greiffe mit deinem knopff
über
sein gehültz / zwischen seinen henden / und greiff mit deinem
lincken
daum auff sein gehülze / und zeuch an dich / so
blössestu ihn und
schlegst ihn damit.
Ein andere.
Wann
einer im Sprechfenster ligt / so leg dich gleich also / Will er nit
arbeytten / so stoß ihn mit deiner lincken handt an sein
rechte handt /
das er sich wendt / damit entblössestu ihn.
Des
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|
|
XI r
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Des Schnids mich tröst gegn deiner
sterck Dabei das Duppelieren
merck.
|
Diß fenster wol versperren kann
/ Ob mich glust / nim dein
arbeit an.
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Vom Auffstreichen.
Wann
du ligst in der neben hut / auff deiner lincken seitten / un einer hawt
auff dich ein Oberhaw / von seiner rechten achseln / so streich von
unden auff / fast in sein schwert / mit der kurtzen schneide / Helt er
starck wider / und ist nit hoch mit den henden / so Duplier zwischen
dem man und seinem schwert in mitt der kurtzen schneid / zu seinem
lincken ore.
Wann
du auffstreichst an sein schwerdt / helt er starck wider / so schlahe
mit der Zwirch sein lincke seitten / und Duplir aber zwischen seinem
schwert / und schlahe zu seinem rechten ohr / mitt der
C
iii
|
|
XI v
langen
schneid / oben an der blöße.
Wann
du ihm streichst an das schwerdt / Fehrt er hoch auff un windet so
steck mit der langen schneid / Schlegt er aber mitt der Zwirch / so
schlahe ihn in die linck seitten mit einem abtritt.
Wann
du ligst in der Nebenhut / odder treibst die streichen zu dem man /
Helt er dan sein schwerdt zwerchs vor ihm / unnd will dir auff dein
schwerdt fallen / unnd ist er hoch mit den armen / so streich ihm unden
an das schwerdt / unnd stoß ihn under seinem schwerdt an
brust.
Zwo Regeln /
darauß die Acht Ringen
gehn.
Verkerer zwingt
/ Durchlauffen auch mit dringt.
Durch
|
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|
XII r
Durchlauff
/ laß hangen / Mit
dem kopff greiff / wiltu rangen.
Schwerdt nemen.
Ligt
er hoch zwerch / oder im Sprechfenster / laß deine lincke
handt vom
schwerdt / griff ihm unden zwischen seinen henden / mit deim knopff /
darnach nim den knopff wider / mitt verkerter handt / un reiß
gegen
seinr lincken seiten so nimmst ihms schwert.
Ligt
er aber nider / so greiff mitt deinem schwerdt oben über sein
hefft /
mit deinem knopff / und nim dein knopff unden in ballen / und wind
gegen deiner rechten seitten / wo wirffestu ihn über sein
schwert /
oder er muß schwert lassen.
Ein Werffen.
Ob
dir einer begegnet hoch in der versatzung / und wolt nit
darauß /
Greiff ihm mit deinem lincken fuß hinder seinen rechten
fuß / und mit
deinem lincken arm in sein linkc brust / unnd wirff ihn aus dem
fuß
über dein linck beyn.
Oder
/ Wann dir einer einlauffen will im schwerdt / und hat dir anpunden
hoch / so fare ihm mit deinem rechten arm in sein linck brust / unnd
lege ihn in die schweche mit deinem rechten fuß wol hinder
seinen
rechten kniebug / und wirff ihn nider.
Oder
/ So dir einer einlaufft stoß ihn mitt deiner lincken handt
an sein
rechten elnpogen / un trit mit deinem lincken fus für seinen
rechten /
lasse ihn darüber stürtzen.
Halten einn ligenden.
Wirffstu
ihn auff den bauch / so fall ihm mit deinem rechten knie auf sein
rucken / unnd mit der lincken handt greiff über sein haupt
vorn in den
schopff / und zeuch übersich / Verdrehe ihm den hals / so felt
er wider
auff den bauch / ob er auff wolt stehn.
Oder
/ wirffestu ihn auff seinen bauch / so sitz auff ihn / schreit
über seine arm / so möchtest ihm sie brechen.
Heng-
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XII v
Hengen.
Zwifach
Hengen werden Auß
iedem ort auff erden / In
allen gferte / Haw / stich /
Leger waych oder
herte.
Hendtrucken.
Dein
schneid wend / Zur flechen
truck ihm die hend.
Wann
einer gegen dir ligt im Sprechfenster / leg dich auch also un greiff
mit den fingern deinr rechte hand über dein schwert / un
begreiff sein
schwert zu deinem / damit truckst ihm seine hend.
Schwerdt nehmen.
Findstu
einen im Sprechfenster oder zwerch / so greiff mitt deiner lincken
handt oben aussen über sein rechte handt / leg ihn in die
schweche mit
deinem lincken fuß / aussen über sein recht kniebug
/ und zeuch von dir
/ so muß er schwert fallen lassen.
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XIII r
Regeln zum Ringen.
Ist
er nider mitt denx henden / unnd will auffarenn / so streich durch /
stoß ihn zu der brust auff die ander seitten / das ist
durchgewechselt.
Wann
du durchstreichst / so fall ihm mit der langen schneid uff dein
schwerdt / und wind auff dein lincke seitten / das dein daume unden
kompt / und far ihm mit der langen schneid / mit der sterck an sein
rechte seitten des hals / unnd spring mit dem rechten fuß /
und ruck
ihn mit deinem schwerd darüber.
Ein Anders.
Wann
du auß dem streichen durchwechselst / unnd kompst zu der
andern
seittten obenn auff sein schwerdt / so magstu die stuck gleich als wol
treiben als vor / mit zeckrurn / und mitt allen dingen als vor / auff
allen seitten.
Fechten auß
dem Absetzen.
Wann
du nahend zu einem kompst / so kom in den Pflug / und treib den behend
mit wenden vonn einer seitten zu der anderen / und das dein ort alweg
vor dir bleibe. Aus dem magstu treiben das versetzen / das ist die
nähe
/ unnd in dem magstu stercken mit der langen schneid / und daraus
treiben alle vorgehnde stuck.
Auch
magsut häw un stich absetzen / und die flechlingen brechen /
und mit dem ort die blösse suchen.
Kampffstuck.
Stich
ihm inwendig zu dem gsicht / Weret er dir das aber / so schreit mit
deinem lincken fuß zwischen sein bede beyn / un greiff mit
dem knopff
aussen über sein linck beyn / in die kniebüg / unnd
heb übersich mit
deiem knopff / und mit der lincken achsel truck oben von dir / so fellt
er.
Bruch.
Wann
dir einr fert mit seinem knopff in dein linck kniebug / so
D
|
|
XIII v
greiff
mit deiner lincken handt ihm hinder sein lincke hand / und
greiff mit deiner rechten handt von unden auff an sein elnpogen / und
nim ihm das gewicht.
Kampffstuck.
Stich
ihm inwendig zu seinem gesicht / und setz ihm an / Weret ers / so zuck
und stich ihm zu der andern seitten / Wert er aber und streicht dir
dein ohr ab / so far mit deim knopff ihm über seine rechte
achsel umb
den hals / unnd spring mitt deinem rechten fuß hinder seinen
lincken /
und wirff ihn darüber.
Bruch.
Wann
dir einer mit seim knopff über dein rechte achsel um den hals
gefaren
ist / so begreiff ihm den rechten elpogen mit der lincker hand / un
stoß ihn von dir / so gewinstu ihm die seiten an.
Ein ander Bruch.
Wann
er dir mit seinem knopff umb deinen hals gefaren ist / so begreiff ihm
seinen rechten arm mit deiner rechten handt / unnd halt sie fest / und
wend dich von ihm auff dein rechte seitten / unnd wirff ihm
über dein
linkce hufft.
Ein anders.
Merck
/ wann du zwirchest / und dir einer auch mit der Zwire will vorn
vorkomen / under dein schwert / an den hals / So fal ihm In des mit der
langen schneid starck auff sein schwerdt / so ist es gebrochen / Und
nim die nähest blösse an die dir werden mag.
Zornhaw.
Wann
du einem einhawest mitdem Zornhaw / oder sunst von oben nider / und er
dir das versetzt / und feret hoch auff mit den armen / und lauffent bed
einander ein / Ist er dan so fürsichtig / und
wil
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XIIII r
will
dir dein schnidt nehmen under den henden in die arm / so volge seinem
schwerdt nach undersich mit der langen schneid / un truck nider / so
hastus brochen.
Ein anders.
Wann
du aber hoch mit den armen kompst / und einer auch also / und laufft
dir ein / unnd wölte dich dan mit dem knopff durch dein arm
under
deinen lenden / under die augen / oder in die brust stossen / so far
undersich mit dem knopff / starck mit den armenn / und ruck an dich /
unnd schlahe ihn mit deinem schwerdt auff seinen kopff.
Neben Hut.
Wann
du nahend zu ihm kompst / so stehe mit dem lincken fuß vor /
und leg
das schwerdt mit dem ort auff die erd / zu deiner rechten seitten / das
die lang schneid oben sei / das gehet zu beyden seitten.
Regel darauff.
Hawt
dir einer oben zu / oder sunst wo es sei / so haw du ihm krump ein zu
der blösse / mit einem außtritt.
Einn andere.
Treib
den verkerer ein mit dem ort zu seinem gesicht / Unnd wann er anbindet
/ so sterck mit der langen schneid. Und magst alle vorige ding treiben
in dem Streichen.
Außlegung
des Rats.
Streck
deine arm lang von dir / und das dein daum oben bleibe auff dem schwert
/ und wend das schwert von dir mit dem ort / darmit du aufftreiben
magst von anden / auff deiner lincken seitten behend / und gehe zu dem
man / Darauß magstu auff welche seitten du wilt /
durchwechseln / Odder
welche arbeit dir füglich ist / dem vortheil nach.
D
ii
|
|
XIIII v
Zwir häw
brechen.
Wann
du stehest in der Hut von tach / und einer auff dich hawet mit der Zwir
/ so haw den Zornhaw gleich mit ihm ein / unnd bind ihm starck mitten
auff sein schwerdt / Und will er umbschlahen mit der Zwir / so zwirch
ihm vorn zu seinem hals.
Auch
magstu alle stuck treiben / als in dem Streichen.
Beschluß
des langen Schwerdts.
Wer
wol bricht / Und endtlich
bericht / Bricht
besunder / Jeglichs in drei
wunder. Wer recht
wol hengt / Und winden recht
mitt brengt / Und
winden achtet / Mit rechten
sinnen betrachtet /
Und so ihr eine / Der winden
selb trit ich
meyne / So sind ihr zweintzig
Und vier / zäl
sie eintzig / Von baiden seitten
/ Acht winden
/ damit ler streiten / Brüff die gferte
/ Weych
oder hertte.
Zu dem kurtzen
Schwerdt.
Das
kurtz schwerdt dich bericht /
Wer gegen dir
sticht / Mit deinem schilt /
Wiltu einen machen
milt / Fünff ler / Die
mit rechten sinnen ker /
Zwen auff der rechten / Darmit
ler fechten /
Sovil auff der lincken / Schick
dich nit
einwencken / Und vor einem
Laß dir nit
vermeynen. Ist einer oben /
Bleib unden / thu
ich loben. Mit deinem schilt lern absetzen
/
Wind ein / wilt meister letzen Leßt er das
/
Greif zwischen die beyn / nit laß. Trit bricht
/ Was man macht / er zunicht.
Ob er dir oben
remt / Greiff schwert / far in
die mit / der
würdt beschemt.
Durch
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XV r
Durchgeh
kumpt dir einer unden / Setz
ab / greiff zu
dem hals / so magstu ihn wunden. Stangen / schwert / mach winden in /
Bring knopff zusamen / so
hastu gewin. Von
beden seitten lern inwinden So
magstu kunst
finden. Nicht halt dich zu nahet
/ Das du nit
werdest ergahet. Schnelliglich volg / so du es ersihest
/ Damit du ein betriegest.
Die erst Regel.
Merck
ist er oben / so bleib du unden / Ist er aber unden / so bleibe du
oben. Wann du unden bist auff der rechten seitten / unnd hast din
schwerdt in der rechten handt / und dein ort in der lincken / sitch er
oben gegen dir / so setz ab mitt deinem ort / wind ihme mit deinem
knopff in sein lincken arm / und zuck ihn fürsich / oder setz
ab mit
deinem ortt / und fahe sein schwerdt zu deinem / und greiff von unden
auff an seinen rechten arm / mit deinem knopff / und truck
übersich /
Oder wann du das schwerdt gefahet mit seinem ort zu dem deinen / so
magstu auch greiffen in die mitte mit deinem knopff / und trit hinder
ihn. Wer es sach das du ihn mit geschlagen hettest / und begreiffest
dein schwert in die lincke hand / unnd hettest den ort in der rechten /
so setz ab mitt deinem knopff / wind ihm mit deinem ort in sein lincken
arm / unnd mit deinem knopff aussen an sein rechten arm / und zuck ihn
fürsich.
Die ander Regel.
Bistu
dan oben auff deinr rechten seiten / und hast dein schwert in der
rechten hand / und den ort in der lincken / unnd er gegen dir sticht
vonn unden auff / so magstu durchschiessen / Wiltu dann / so magstu
absetzen mit deinem ort / und greiff sein schwerdt zu deinem knopff
nach dem halse / und trit hinder ihn. Oder wann du abgsetzt hast mit
deinem ort / so schlahe mit deinem schwerds knopff
D
iii
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XV v
zu
seinem knie / Oder greiff mit deinem ghültz ihm in die
kniebüge / zeuch
an dich. Oder greiff mit deinem ghültz nach dem hals und zeuch
ihn
fürsich nider / Unnd ob du aber geschlagen hettest / und dein
schwerdt
hettest in der lincken handt / und dein ort in der rechten / und er
sticht von unden auff gegen dir / so setz ab mit deinem knopff / und
greiff sein schwerdt zu deinem / so greiff ihm mit dem ort nach dem
halß / und tritt hindersich.
Die dritte Regel.
Merck
/ wann du auff der lincken seitten bist / unnd stehst oben / und hast
dein schwerdt in der rechten handt / und den ort in der lincken / und
er sticht von unden auff gegen dir / so versetz mit deinem halben
schwerdt / das dein knopff undersich kom an deim versetzen / und wind
in mit dem knopff in sein lincken arm / und mit dem ortt aussen an sein
rechten arm / und zuck ihn fürsich / Unnd wann du hast dein
schwerdt in
der lincken handt / und den ort in der rechten / und stehst oben auff
der lincken seitten / und er gegen dir sticht von unden auff / so
versetz mit dem halben schwerdt / das die spitze undersich komm am
versetzen / so wind ihm mit dem ort in sein lincken arm / und mit dem
knopff aussen an seinen rechten arm / und zucke ihn für sich.
Die vierd Regel.
Bistu
dann unden auff deiner lincken seitten / und er sticht oben gegen
dir / und hast dein schwerdt in der rechten hand / und dein ort in der
andern handt / so versetze mit deinem halben schwerdt / das dein ort
übersich komme an dem versetzen / so wind ihm ein mit deinem
knopff
zwischen seine beyn / und truck oben vonn dir / Das magstu thun als
offt du einwindest / sunder tritt alweg in deinem einwinden hindersich
/ begreiffstu dann dein schwerdt inn die lincke handt / und dein ort in
die rechte / unnd er sticht gegen dir von oben / so versetz mit deinem
halben schwerdt / das dein ort un
dersich
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XVI r
dersich
komme / an dem versetzenn / so wind ihm mit deinem ort in seinen
lincken arm / und mit deinem knopff aussen an seinen rechten arm / und
zuck ihn fürsich. In dem vordern stuck / ker dein spitz
übersich / so
hastu die Einwinden unnd Durchschiessen unden und oben. Und ob einer
auff dich schlegt oder sticht / so warte des Abreissen oder des
Einwinden.
Merck
/ das halb schwert zu dem gesicht / unnd zu dem bauch / und den
stoß
undersich mit dem creutz und mit dem knopff under die augen / oder umb
den hals / und trehe ihn umb.
Einlauffen.
Wann
du einem einlauffen wilt / das ich nit fast lob / So du zu ihm kompst /
laß dein schwerdt fallen / greiff mitt deiner lincken hand in
sein
rechte / und greiff mitt deiner rechten handt inwendig an sein recht
beyn / und schlieff ihm under sein recht achsel / so hebstu und tregst
ihn wohin du wilt.
Bruch.
Wann
dir einer einlauffen will / far ihm mit deinem rechtenn arm
über sein
bede arm / und truck sie fast zu dir mit deinem arme / trit mit dem
rechten fuß hinder seinen rechten / unnd wende dich auff dein
lincke
seitten / so fellt er.
Einlauffen brechen.
Wann
dir einer will einlauffenn im schwerdt / laß dein rechte
handt vom
schwerdt / unnd begreiff sein rechte hand außwendig mit
verkerter handt
/ und zuck ihn zu dir / Greiff mit deiner lincken handt an sein elpogen
/ und nim ihm das gewicht.
Ein
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XVI v
Ein
anders.
Laß
dein handt vom schwerdt / und mit der rechten hand fahr ihm
über sein
rechte hand / unnd truck damit nider / unnd mit der lincken hand nim
ihm das gewicht bei seinem elpogen.
Schwerdt
nemen.
Wann
du sein schwerdt zu deinem begriffen hast in dein lincke handt / und
bleibt er nider mit den armen / so far mit dem knopff oben
über sein
schwerdt vor seiner rechten handt / unnd ruck auff dein rechte seitten
/ so bleiben dir baide schwerdt.
Von
Messerfechten.
Herrn
Hansen Lebkommers von Nüren-
berg / An den Hochgebornen Fürsten und Herrn / herrn Philip
sen / Pfalzgraven bei Rhein / Des h. Röm. Reichs Cur
fürsten / Ursprüngliche kunst des Messerfechtens /
mit allen Regeln und gründtlichen haltungen
der Alten / zum ringen / greiffen / und
werffenn / Dergleichen hawen /
stechen und schneiden.
Hievor nie inn truck kommen.
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