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Stand: 04.04.2004 - Deutsche Fechtbücher - Bibliographie - Transkriptionen - Fechtbücher im WWW |
I r Inhalt des ersten Buchs vom Fechten im
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I v achtung diser kunst verursacht würde / oder auch so mitten in der kunstr solcher wort gedacht / erst von nöten sie zu erkleren / welchs dan eim sehr verdrießlich zu lesen / sonder auch die erfarnen abnemen mögen / das die übung des Fechtens auß rechtem verstendigen grund ihr herkommen habe / und nicht an leichtfertigem Gauckelwerck gelegen / sintemal under solchem Gauckelwerck unnd dem Fechten ein grosser underschaid ist / und die Ritterliche kunst des Fechtens von allen weit erfarnen Kriegsleuten / insonderheit den Römern in grossem werdt / Hiergegen aber die Gauckler / vor das unwerdest losest gesindt / so auff der welt befunden / jhe und all weg gehalten worden. Unnd ist aber das Fechten im Schwerdt anders nichts dan ein übung / darin irer zwen mit dem Schwerdt zu samen streiten / im versatz / das einer den andern mit vorsichtigkeit und aller behendigkeit / künstlich / zierlich und manlich, im gebrauch desselben mit häuwen und anderer handarbeit oblige un sige / auff das wo von nöten in ernstlichen sachen / einer durch solche ubung desto hurtiger und geschickter / und zur beschützung seines leibs desto fürsichtiger sein möge. Dises kan fürnemlich in drey theil füglich und wol getheilt werden / Nemlich in den Anfang / das Mittel und das Ende / welche drey theil in einem jeden stuck / welches du zu Fechten fürnimest / sollen un müssen eigentlich in acht gehabt werden / das du nemlich wissest mit was häuwen auß oder von den Legern du dein gegenpart angreiffen wollest / als dan so du in angriffen / wie du ihm ferner im Mittel mit der handarbeit / frey fliegent zu den Blössen arbeiten / dein Vor so du im angriff ereilt zuerhalten. Zum letsten wie du fuglich unnd wol / wo nit mit seinem schaden doch ohn dein verletzung von ihm abziehen mögest. Den Anfang / nun nene ich das zufechten / wann einer gegen dem Man / den er vor sich hat / zuficht. Das Mittel die bey arbeit oder handarbeit / wan einer im bundt oder lenger in seiner arbeit wider den gegenfechter verharret / un im mit aller geschwindigkeit zusetzet. Das ende den |
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II r den abzug / wie sich der Fechter von seinem gegenpart one schaden ab un weg hauwen möge. Das zufechten im anfang geschicht auß oder von den Legern mit den häuwen / welche zweyerley seind / nemlich die Hauptleger und die Beyleger / so auß dem Hauptleger entspringen. Der Haupleger seindt viere / der Tag oder Oberhut / der Ochs / der Olber / und der Pflug. Der Beyleger achte / Zornhüt / Brechfenster / Lang ort / Schanckhut / Einhorn / Schlüssel / Eisenport / Wechsel. Der häuw aber so vil das Schwerdt belangt seind zweyerley art / welche beyde in gemein die gerade und verkehrte häuw genent werden. Die erste heissen die Haupt oder Principal häuw / auß welchen alle andere häuw ihren ursprung haben / und deren seind vier / Ober / Under / Mittel / Zornhauw. Die andern werden die bey oder darauß wachsende häuw geheissen / deren zwölff seind / nemlich / Schiel / Krum / Kurtz / Glitz / Brell / Einfach und Dopel / Blendt / Wint / Kron / Knichel / Sturtz / Wechsehauw / rc. Auß disen beyden werden genomen die rechte Meisterhäuw / welche darum also genent werden / das alle meisterliche und künstlich stuck im Schwerdt in solchen begriffen gemacht unnd volbracht werden / nemlich Zorn / Krum / Zwerch / Schieler / Scheitelhauw / welche alle wie sie volbracht und gemacht werden sollen / wil ich in irer beschreibung so ich auff das zuFechten kom / und von den häuwen sag / klerlichen an tag thun. Die Bey oder Handarbeit im Mittel begreifft die gröste kunst / und alle geschwindigkeit die im Fechten kan fürlauffen. Den sie zeigt nit allein an / wie man das Schwerd anbinden / Winden / Wechseln / Verfüren / Nachreisen / Schneiden / Doplieren / Ablauffen sol lassen / oder wölcher gestalt man umbschlagen / Schlaudern / Vorschieben / Absetzen / Zucken und Rucken / Verstellen / Ringen / Einlauffen / Werffen und nachtringen soll. |
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II v Sonder helt auch in sich die Blössungen / welche durch die außtheilung des Mans und Schwerdts muß verstanden werden / darzu denn auch das recht stehn und tretten gehörig / von welchem in seinem ort auch sol gehandelt werden. Das abziehen am ende / fleußt auß dem Mittel / unnd hat in der Practicken grossen nutz / derwegen zu ende eines jeden stucks / von darauff gehörendem Abzug / ordenlich soll bericht geschehen / und soll dises alles im ersten theil vom Schwerdt Fechten volricht werden / von Meisterstucken aber / und was zu mehrer behendigkeit zu diser Wehr dienstlich / damit diß Buch bey den anfangenden Schülern / und demnach auch den mehr erfahrnen diser kunst nutzlich sein möchte / soll im andern theil weitleuffiger und gnugsamer bericht beschehen. Solchen eingang aber / hat mich derwegen für gut angesehen zu machen / damit diß Buch einem jeden desto leichter zuverstehn were / under sich darein wüste zurichten / so er anfenglichen verneme / in was ordnung ich solche Ritterliche kunst wolt darthun / will derwegen jetz im ersten Capitel von der theilung des Mans / als die am nützlichsten ist am ersten zümelden / bericht thun / und wie derselbig in vier quatier außgetheilt wirdt / anzeigen. |
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III r
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III v Von dem Manne und desselbigen theilunge.
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IIII r tel betrifft / und das Under so dem Kin und Halß zustendig / und darumb das Rechte unnd Lincke theil / welche gemeinlich wegen der Ohren / so beyden seitten zustendig / das Recht oder Lincke Ohr genant werden. Wiewol aber nicht ohne / das solche außtheilung etliche gar Kindisch duncken wurde / wie dan aller ding mehr tadler denn verbesserer / müssen es doch die guthertzigen darfür achten / das diß fürnemlich und allein darumb gemeldet / das auß diser teilung alle andere notwendige und zum Fechten gehörige stuck / als auß einem quel und brunnen entspringen und herfliessen. Den sintemal das Fechten wie obgemelt nichts anders ist / dan so zwo Personen in gleichen wehren gegen einander Kempffen / wie einer den andern mit behendigkeit verletzen / oder sich fürsichtigklich verteidigen und beschützen möge. Auch mein vornemen ist / wie den in allen andern wehren / solchs durch gewise stuck und kurtze begriff anzuzeigen und erkleren / hab ich nicht könen noch sollen hindergehn / solche teilung der Person alhie zumelden / damit ob der gegenFechter auß einem oder andern theil zuFechten sich vermercke leßt / einer mit rechtmessiger versatzung / widerumb sich gefaßt zumachen wißte. Oder ob jener auff einer oder andern seiten sich etwa mit einer Blösse erzeigen wurd / er sein streich auch auff ihn rechtschaffen mit vortheil anstellen könde. Dann je ein Man an deren vier orten einer / von wegen entdeckter Blösse getroffen / oder hinwider zuverhütung dessen / sich in die Hut oder versatzung muß legen. Derwegen was volgends von den Legern / Häuwen unnd Blösungen gelehrt / ist hie leichtlich abzunemen / das solches alles auß diser nun gnugsam beschreibung un abtheilung des Mans herfleußt. Von |
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IIII v Von dem
Schwerdt und seiner außtheilung.
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V r andern wehren / also zu reden / der rucken am Schwerdt were / wie auß hie vorgesetzter Figur zusehen. Auß oberzelten theilungen des Schwerdts entspringen die rechte gantze theilung / welche im Fechten sehr nutzlich / nemlich das das Schwerdt abermals und ferner in gemein in vier theil getheilet und underscheiden / wie in hievor getruckter Figur zusehen. Der erst wirt genant / das Bindt oder Hefft begreifft in sich Knopff und Kreutz / zum einlauffen / Ringen / Greiffen / Werffen und anderer arbeit dienstlich. Der ander die Sterck wie oberzelet / zum Schneiden / Winden / Trucken / unnd anderm was auß der sterck gefochten nützlich. Der dritte theil ist das Mittel / wirt auß der sterck unnd schwech umb den halben theil zugleich genomen / unnd der wandelbaren arbeit / welche nach eines jeden gelegenheit alweg mag gebraucht werden / zugeeignet. Der vierte ist die Schweche zum durch wechseln / Schnellen / Schlaudern / und was dergleichen auß der Lenge gefochten gehörig / wie du denn solches alles folgends vil und gnugsam Exempel und stuck haben würst. Von den Legern oder Huten.
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V v gefochten werde theils alhie mit dem Schwerdt / un aber bißher in den zweyen vorgehenden Capiteln / von beiden stucken gnusamer bericht geschehen / so erfordert alhie ferner die ordnug / das auch von dem dritten theil und stuck erklerung gethan werde / welches ist auff was weiß alles Fechten soll volbracht werden / das den fürnemlich beschicht durch drey stuck / den Anfang das Mittel und Endt wie oben angezeigt. Demnach aber der Anfang durch zweyerley underschiedlich stuck sol und muß gemacht werden / nemlich auß und von den Legern / als auß dem die häuw ihren anfang nemen / sagen / wie vil seind erzehlen / un wie sie volnbracht sollen werden / erkleren. Die Hut oder Leger aber seind ein zierlich / aber doch nothwendig / stellung und geberd des gantzen leibs mit dem Schwerdt / in welche sich der Fechter so er / wie offt geschicht / ehe den sein gegenpart zu ihm kompt auff den platz / stellet und Legert / damit er nit unversehens von im ubereilt un verletzt / sonder er in hierauß erwarten in acht haben / un alsbald er zu im kompt / mit vortheil un gewisser geschwindigkeit angreiffen un zuhauwen / und sich also gegen seinem widerpart Legern / das er ohn schaden zu ihm nit einhauwen köne / sondern entweders / so er nach seiner Blösse arbeitte / sich bloß geben müsse / un er ihm also die vermeinte zuhabne Blöß mit einem zu oder abtritt entziehen / oder ihm auff das wenigst so er auß seinem vortheil hiedurch gereitzet / sein Kling außnemen / in verhindern / und ihn in seiner arbeit stecken köne. Die Leger oder Huten aber / haben wie dan auch droben bemelt ihren ursprung auß der theilung des Mans / den wie der Man in vier quatier Ober / Under / Recht un Linck getheilt / so seind der Blössen auch vier darauff der gegenfechter fürnemlich zutreffen / und wie vier Blösse / also seind auch gleichfals viereley Hauptleger oder Hutten / darauß die andern alle herkommen und entspringen / als der Ochs / Pflug / Tag / un Olber / die andern aber so hierauß entstehn / seind Zornhut / Langort / Wechsel / Nebenhut / Eisenport / Hengetort / Schlüssel / Einhorn / davon denn ordenlich und kurtzlich soll gehandelt werden Ochs |
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VI r |
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VI v Ochs.DEr Obertheil am Man wirt dem Ochsen zugetheilt / und wie dasselbige zwey quatier hat / das Rechte und Lincke / also kan man auch das Leger des Ochsens in zwey theil / nemlich den Rechten unnd Lincken abtheilen. Der rechte Ochs wirdt nun also gemacht / stehe mit deinem Lincken Fuß vor / halt das Schwerdt mit dem Hefft neben deinem Kopff / zur Rechten Seiten in der höhe / das dein vorder ort dem Man gegen dem gesicht stehe. Zum Lincken Ochsen schick dich disem zugegen / nemlich trit mit dem Rechten Fuß vor / halt dein Schwerdt mit dem Hefft neben deinem Kopff zur Lincken Seiten wie oben gemeld / so hast du beider Ochsen Hut oder Leger / welches Leger in der Figur so mit dem Buchstaben B verzeichnet ist / zur Lincken furgebildet. Pflug.DEr undertheil des Mans wirt dem Pflug zugeeignet / un gleicher gestalt wie dieselbige zwey quatier oder zwo seiten die Rechte un Lincke hat / also wird auch daher der Pflug der Rechte und der Lincke geheissen / seind beide an sich selbst nichts anders / dan ein stich von unden auff / den rechten Pflug volbring wie folget. Steh mit deinem rechten Fuß vor / halt deine Wehr mit dem Hefft neben deinem vorgesetzten Knie wende die spitzen oder den ort dem Man ins gesicht / als wolstu in von unden auff stechen / so bistu im Rechten Pflug / tritestu mit dem Lincken fuß fur / und thust im des gleichen / so ligestu im Lincken / unnd ist also der Recht Pflug in obgedachter Figur zur Rechten auch furgebildet. Tag.DIe Hut des Tags / welche man auch sunsten die Oberhut nennet / wirt auff volgende weiß volbracht. Stehe mit deinem Linckest Fuß vor / halt dein Schwerdt hoch uber deinem Haubt / das das ort gerad ubers stehe / aller ding wie dich das Bilde zur Lincken / in der Figur welche mit dem Buchstaben C. gezeich- net lert / |
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VII r
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VII v netlehre / was dann also von oben herein gearbet wirdt / heißt alles auß dem Tag oder Oberhut gefochten / darumb solch Leger der Tag genennet. Olber.DEr Olber wirt meines erachtens von dem wort Alber / welches ist so vil als einfeltig genennet / sintemal auß disem Leger kein volkomlicher fertiger streich mag erlanget werden / man erhole sich dan nach des widerparts durch einen absatz entpfangenen streichs / eines neuwen / welches fürwar einem Albern und einfeltigen menschen zu zumessen / ohne bereidten gegenstreich auff sich schlagen zulassen. Diser wirt also formiert / stehe mit dem Lincken fuß vor / halt dein Schwerdt mit dem ort vor dir außgestreckt auff die Erden / fur deinen vorgesezten fuß / das die kurtze schneid oben / die Lange unden stehe / so ligst du in diser Hut recht / wie du solchers in gedachter Figur zur Rechten sehen kanst. Zornhut.DIe Zornhut ist also genant das solch Leger zornig geberd erzeiget / wirt also gemacht. Stehe mit deinem Lincken fuß vor / halt dein Schwerdt auff der rechten Achsel / also das die Kling hindersich herab zum gefaßten streich hanget / uu ist alhier zumercken / das alle stuck die auß der Hut des Ochsens gebracht / auch auß dem Zornleger gefochten werden können / allein das ungleiche geberde zu verführung des Mans in disem Quatier sich erzeigen / und jetzt dise / bald die andern gebraucht werden könen / besihe hievon die Figur so mit dem Buchstaben E. verzeichnet. Langort.STeh mit deinem Lincken fuß vor / halt dein Wehr mit außgestrecken Armen / lang for deinem gesicht / das dein forder ort dem widerpart gegen seinem gesicht stehe / so ligstu in der Hut des Langen orts / wie dich das Bild in der Figur so mit dem A verzeichnet lehret. Wechsel |
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VIII r Wechsel.DIse Hut wirt also volbracht / stehe mit deinem Rechten fuß vor / halt deine Wehr mit dem ort oder Schwech auff der Erden neben dir zur seiten außgestreckt / das die kurtze schneid gegen dem Man stehet / wie du solches an dem Bild in der Figur so mit dem D. vermerckt sehen kanst. Nebenhut.IN dise Hut schick dich also / Stehe mit dem Lincken fuß vor / halt dein Schwerde neben der Rechten / mit der Spitzen auff der Erden / das der Knopff ubersich / und die kurtze schneid gegen dir stehe. Eisenport.WAs die recht Eysenport ist / wirstu hieunder im Rapier Fechten weitläuffgern bericht finden / Dan dieweil das stchen mit dem Schwerdt bey uns Teutschen auffgehaben / ist auch dise Hut gentzlich abkommen und zu grundt gangen / brauchen es aber Heutigs tags die Italianer und andere Nationen / ist jetz im grund die Schranckhut / und wird von den unerfarnen als die von der Eisenport keinen bericht haben dafür gebrauchet. Dieweil aber gleichwol ein underscheid darunder / hab ich die alle beide alhie kürtzlich erkleren wollen / und wirt die Eisenport also gemacht / stehe mit deinem rechten Fuß vor / halt dein Schwerdt mit dem Hefft vor deinem Knie / mit stracken hangenden Armen / das dein orth ubersich auß dem Mane gegen seinem gesicht stehe / hat also dein Schwerdt vor dir zum schutz / wie eine Eisene thur / dan wan du mit den füssen weit stehest / also das der Leib under sich kompt / so kanstu alle häuw und stich darauß von dir abtragen. Die Schranckhut aber ist / wann du dein Schwerdt mit geschrenckten henden vor dir mit dem ort auff der Erden heltest / wie in volgender Figur deren Buchstaben das F. ist / augenscheinlich zuersehen.
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VIII v
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IX r Hangetort.WIe du das Hangetort in das werck richten solt / lehrt dich das Bild zur Rechten in obgedachter Figur / allein das darinen die Arm nit gnügsam gestreckt hie angezeigt wirt / Derwegen schicke dich In gemelde Hut also / stehe mit dem rechten Fuß vor / halt deine Wehr mit außgestreckten Armen vor dir / das die Klingen etwas undersich gegen der Erden hange / diß Leger ist durchauß fast dem Ochsen gleichförmig / allein das du im Ochsen die Arm strack in die höhe empor heltest / hie aber gerad vor deinem Gsicht außgestreckt sein sollen / unnd das Schwerdt gegen der Erden hangen lassest / darumb es denn auch das hengetort geheissen. Schlüssel.DEr Schlüssel ist in der Figur welche mit dem Buchstaben D. verzeichnet / also fürgebildet / stehestu mit deinem Lincken fuß vor / und haltest dein Schwerdt mit dem Hefft und gecreutzigten henden vor deiner Brust / das die kurtze schneide auff dem Lincken Arm lige / und das ort gegen des Mans gesicht stehe / so wirt diß Leger oder Hut recht gemacht. Eynhorn.KOmm im zufechten mit dem Lincken Fuß vor / flügel von beiden seiten auff / als wollestu dich in vorgenanten Schlüssel Legern / fahre mit geschrenckten henden ubersich zu deiner Rechten / das die spitz in der höhe obersich her auß sehe / so heist es im Einhorn / unnd stehest wie du in der Figur hie gegen mit dem E. gezeichnet am bildt zur Rechten sehen kanst. |
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IX v UNd diß sey von den Namen der anzal der Leger oder Huten / un wie ein jedes ins werck gesetzt oder volbracht wird / kürtzlich vermeldet. Nach dem aber in allem Fechten / du Hauwest / Arbeitest / Versetzest / oder treibest für arbeit was du wollest / nicht in einem Leger verharren / sonder alweg auß einem in das ander verfahren / unnd eines in das ander verwandlen must / wil dir in sonderheit gebüren ein gut fleissigs auffmercken zu haben / wie oberzeiten Leger eins auß dem andern ervolgen / welches ich dañ mit den Hauwen durch die Linien oder strassen etlicher massen mit wenig worten will erkleren. Erstlich so du den odern oder Scheitelhauw thust findestu drey Leger / dann im anfang ligstu im Tag / im Mittel im Langenort / am endt im Olber / also hastu in der geraden Lini von ober herab von A und E drey Huten oder Leger / fehrestu widerumb von unden herauff mit geschrenckten händen zur versatzung / befindestu abermals drey Leger / Nemlich im anfang die Eysenport / im mittel das Hangentort / im endt ubersich in voller höh das Einhorn / ziehest du dein Schwerdt mit dem hefft vor die Brust / das die halbe schneide auff deinem Lincken Arm ligt / so stehestu im Schlüssel / also kommestu im auff und abfahren in der Lini A. und E. auß einem Leger in das ander. Der andern Linien so Schlim durch die rechte Lini herabwerts streichen seind zwo / eine die von dem rechten Ober quatier streichet / mit H. und D. bedeutet / die ander die von dem Lincken Obertheil zu dem Rechten undertheil geht / im B. F. gezeichnet / Du hauwest nun durch welche du wilst / dan hieroben gemelten und alhier ichs kurtzlich widerholet haben wil / das alle Häuw und Leger auff alle beide seiten / Recht und Lincks volbracht werden können / ob gleich umb geliebter kürtze willen zum mehrerm theil dieselb nur auff eine art beschrieben / so kommestu erstlich oder anfangs in die Zornhut / von welcher auch der Hauw den Namen bekommet / das er der |
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X r der Zornhauw / umb zornigs geberdt willen genennet / auff halben weg des Hauwes ins Langort / und am endt in den Wechsel. Zeihestu von dasien den streich wider herauff mit Langer schneid / so gehestu wider durch drey Leger / als im anfang gibt es die Nebenhut / in der mit widerumb das Langort / unnd im endt ubersich das Einhorn / Streichestu durch obermelten Lini eine / sey von welcher seiten es wolle / so kommestu auß dem Wechsel durch das Langort in die Zornhut / auch kanstu im auffstreichen dein Schwerdt verwenden in das Hangentort / auß welchem so du ferner ubersich fahrest kommestu in die Hut des Ochsens / also findestu alweg so offt du der gezeichneten Lini eine durchferest auff das wenigste drey Leger. Es sol sich aber ein guter Fechter nicht gewehnen / in seinem Legern lang zu warten / sondern alßbald er seinen gegenman kan erlangen / denselben angreiffen / und sen vorgenommen stuck außFechten / Dann lang warten bedarff vil versetzens / auß welchem man langsam zu streichen kan kommen / wie unden vom versetzen weiter gesagt. Es sein auch die Leger sehr nutz / zu der stuck abtheilung / dann ob einer im Vorhauwen ohne gefehr in ein Leger kommet / kan er sich alßbald darauß erinnern / was für stuck darauß zuFechten. Als denn dienen sie nit allein zum zierlichen und füglichen abwechseln / auß einem Leger in das ander / sonder auch zur verfuerung des Mans / und das er jrr gemacht wirdt / nicht wissen mag / was er auff dich Fechten soll / und letzlichen ist auch diß hierauß nutzliche~ und gut / das du deines gegenparts stuck leichtlich ersehen und kenen kanst / was er ungefehrlich auff dich Fechten wirt oder kan / und im also desto füglicher begegnen. So viel sey gesagt
von diser kunst anfang nemlich / dem zufechten gegen dem Man / |
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X v Von den Häuwen.
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