
| TRAINER | TRAINING | MITGLIEDSCHAFT | KONTAKT |
|
|||
Der Säbel Der
Säbel ist diejenige Blankwaffe, die - abgesehen vom Bajonett -
zuletzt
von den Schlachtfeldern der Welt verschwand. Unter den letzten
Soldaten, die mit dieser Waffe ausgerüstet in's Gefecht
gingen, waren
die polnischen Kavalleristen im zweiten Weltkrieg. Die mitteleuropäischen Armeen übernahmen den Säbel im 18. Jahrhundert aus Ungarn, Polen und Russland, die diese Waffe ihrerseits von den Türken erhalten hatten. Der Säbel wurde zunächst bevorzugt von berittenen ungepanzerten Einheiten wie etwa den Husaren geführt, allerdings findet er sich im 19. Jahrhundert auch häufig als Seitenwaffe von Infanterie und Artillerie. Noch heute gehört der Säbel zu den Ausgehuniformen vieler Armeen. Als
Säbel bezeichnet man eine einschneidige Hiebwaffe mit
gekrümmter
Klinge. Das Gefäß europäischer
Militärsäbel besteht meist aus einem
Korb aus Stahlblech oder einzeln Spangen plus Faustbügel.
Aufgrund der
gekrümmten Klinge ist die Waffe eher auf den schneidenden Hieb
als auf
den Stich berechnet und die Fechtweise ist entsprechend hieborientiert.
Aus dem 18. und 19. Jahrhundert gibt es zahlreiche Fechtreglements
für
das Fechten mit dem Säbel zu Pferd und zu Fuß. Eine Waffe mit dem beschrieben Gefäß und einschneidiger gerader Klinge wird als Pallasch bezeichnet. Die gerade Klinge hat im Gegensatz zum Säbel eine eher zerschmetternde, (rüstungsbrechende) als schneidende Wirkung, so dass diese Waffe im militärischen Bereich häufig von gepanzerter schwerer Kavallerie wie den Kürassieren geführt wurde. Der einschneidige Pallasch, der sich aus dem noch zweischneidigen Haudegen des 17. Jahrhunderts herleitet, ist daher gewissermaßen die letzte Variante des panzerbrechenden, mittelalterlichen Schwertes. Obwohl sich die Klingenform und Herkunft von Säbel und Pallasch unterscheiden und diesen Waffen zumindest anfänglich durchaus unterschiedliches Einsatzgebiete zugedacht war, sind beide einhändig geführte, ausgesprochene Hiebwaffen, wobei sich der Pallasch auch zum gelegentlichen Stich eignet. Im Allgemeinen kann man daher sagen, dass sich zur Handhabung beider Waffen ein und dieselbe Fechttechnik eignet. Dies gilt im Übrigen auch für die zivile Form des Pallaschs, das sogenannte Korbschwert oder Backsword, d.h. das einschneidige Hiebschwert des 17. und 18. Jahrhunderts. Daneben fand der Säbel bzw. Pallasch auch als Duellwaffe Verwendung, allerdings setzten sich ab dem späten 19. Jahrhundert schrittweise leichtere bis sehr leichte Versionen dieser Waffe durch, und zwar sogenannte Barbasetti- und Radellisäbel, (Klingenbreite an der Stärke unter 1 cm); der Übergang von der Waffe zum Sportgerät, wie wir es im heutigen Sportsäbel erblicken, zeichnete sich ab. Die Gesamtlänge bei Säbeln und Pallaschen des 18. und 19. Jahrhunderts beträgt ca.100 cm, die Klingebreite liegt zwischen 2,5 und 4 cm. Bei diesen Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte. Quellen Theoretische Grundlage des Säbelfechtens ist Captain Alfred Huttons Werk "Cold Steel, A Practical Treatise on the Sabre" aus dem Jahr 1889. Die Waffe der Freifechter Der Säbel der Freifechter wiegt ca. 750 Gramm, ist somit relativ leicht aber durchaus im Bereich historischer Waffen (550 - 1200 Gramm). Er besteht aus einer stumpfen Klinge eines Mensursäbels und dem Gefäß des englischen Standardinfanterieoffizierssäbels Mod. 1897. Dank entsprechender Schutzkleidung kann mit dieser Waffe frei auf Hieb und Stich gefochten werden. Gesamtlänge: 105,0 cm, Klingenlänge: 85,0 cm, Pfeilhöhe: 4,1 cm, Gewicht: 750 Gramm Das Rapier Aus dieser sozialen Funktion ergibt sich auch die waffentechnische, denn das Rapier war vorwiegend als Duell- bzw. Selbstverteidigungswaffe und nicht für den militärischen Einsatz gedacht. Das Gewicht eines Rapiers liegt meist zwischen 1100 und 1400 Gramm bei ca. 120 cm Gesamtlänge. Die mit einer Fehlschärfe versehene Klinge hat häufig einen rhombischen Querschnitt und verjüngt sich zu einem spitzen Ort. Die Klingenbreite an der Stärke beträgt meist zwischen 2,5, und 3 cm. Abweichungen von dien Werten sind üblich, da es noch keine im modernen Sinne normierte Fertigung gab. Dies zeigt etwa ein im Jahre
1570 von dem
Straßburger Fechtmeister Joachim Meyer
veröffentlichte Fechtbuch, in
dem das Fechten mit dem, so Meyer, " von fremden Völkern
übernommenen
Rapier" ausführlich neben anderen, traditionelleren Waffen wie
dem
langen Schwert und dem Dussack besprochen wird. Quellen Die Waffe der
Freifechter Das lange Schwert Der Begriff Langschwert ist eine zeitgenössischen Bezeichnung. Versuche einer Typologisierung sind während des Aufkommens dieser Waffe nicht unternommen worden. Sicherlich gab es Schwerter für unterschiedliche Verwendungszwecke,vermögendere Zeitgenossen werden auch mehr als ein Schwert besessen haben. Erst das 19. Jahrhundert versuchte mit wissenschaftlichem Aufwand Schwerter undauch andere mittelalterlichen Waffen zu beschreiben, in Typenklassen einzuordnen und ihre Entwicklung anhand der sich verbessernden Schutzwaffen zu erklären. Sprachlich gesehen sind auch die neuzeitlichen Begriffe wie Parierstange (Schild), Gefäß (Kreuz) und Knauf (Knopf) moderne Bezeichnungen. Langschwert meint, dass es sich um ein längeres Schwert handelt, als das damals allgemeingültige einhändige Schwert. Maße und Gewichte sind damit ebenso unterschiedlich, wie es im Mittelalter Schwertschmiede gegeben hat. Allgemein gesagt, wird man als Langschwert etwas wie einen Anderthalbhänder bis zum Zweihandschwert gemeint haben. Gemeint sind damit die Kriegs- als auch die Übungswaffen. Die Hochzeit des Langschwertes umfasst eine relativ kurze Zeitspanne, das angehende 14. bis etwa zur Mitte des 16. Jahrhundert. In Anlehnung an die uns erhalten gebliebenen historischen Fechtbücher und der darin enthaltenen Abbildungen der Übungsschwerter sowie (leider weniger) in Museen konservierter Realien haben die Freifechter einen etwa 125 – 140 cm langen Schwerttyp auch für sich als Übungswaffe definiert. Dabei fällt der Griff mit etwa 30 cm relativ lang aus, verbessert aber so das Handling ganz enorm, wenn z.B. ein linker Unterhau mit der langen Schneide ausführt wird. Das Gewicht liegt etwa zwischen 1.500-1.800 Gramm. Mit den auf Mittelalter getrimmten Schaukampfschwertern hat diese ausbalancierte Waffe nichts zu tun. Mit diesen Schwertern wird im Training auf Hieb und Stich gefochten, was an die Klinge, Schutzausrüstung und die Kontrolle des Freifechters enorme Anforderungen stellt. Die Spitze der Klinge ist im vorderen Drittel flexibel und zudem mit einer stahlverstärkten Gummikappe „entschärft“. Die Schlagkante ist mit etwa 1mm recht schmal. Aufgrund verständlicher Beschaffungsprobleme an derartig beschaffenen Schwertklingen hat sich ein Freifechter auf die Herstellung eigener Klingen spezialisiert. Die Funktionsbereitschaft der Schutzausrüstung wird auch durch den Fechtpartner kontrolliert. Trotz Schutzausrüstung kann mit dem langen Schwert nicht völlig frei gefochten werden, da die Wucht der auftreffenden Klinge schwere Verletzungen hervorrufen kann. Insofern ist jeder Freifechter in der Lage eine gefährliche Situation zu erkennen und selbständig oder auf Zuruf das Gefecht abzubrechen. |