Trainingswaffen

Die Freifechter benutzen verschiedene Trainingsgeräte. Anfangs bestehen diese aus Holz, mit entsprechendem Erfahrungsgrad werden auch Stahlwaffen für das Training verwendet. Sämtliche Stahlwaffen sind stumpf und besitzen eine abgerundete Schlagkante. Die Spitze ist ebenfalls abgerundet und wird zusätzlich mit einer Gummikappe gesichert. Außerdem sollten die Waffen nach jedem Training von Scharten befreit und eingeölt werden.

Singlestick

Foto: Susanne Frank
Foto: Susanne Frank

Der Singlestick wird zu Übungszwecken benutzt, bevor man zum Säbel greift. Aus einem 1 Meter langen Rundholz mit einem Durchmesser von 2cm entsteht durch entsprechende Markierungen und einem Gefäß aus Leder ein günstiges Trainingsgerät. Sein geringes Gewicht macht den Singlestick ideal dafür, Bewegungsabläufe über einen längeren Zeitraum zu trainieren.

 

Säbel

Foto: Susanne Frank
Foto: Susanne Frank

Als Säbel bezeichnet man einschneidige Hiebwaffen mit gekrümmter Klinge. Das Gefäß europäischer Militärsäbel besteht meist aus einem Korb aus Stahlblech oder einzelnen Spangen plus Faustbügel. Aufgrund der gekrümmten Klinge ist die Waffe eher zum Hieben als zum Stechen gedacht und die Fechtweise ist hieborientiert. Neben dem Säbel werden auch Spadroon, Pallasch oder Korbschwerter für das Training genutzt.

 

Langes Messer

Foto: Susanne Frank
Foto: Susanne Frank

Das Lange Messer ist eine Langversion der mittelalterlichen Bauernwehr und des böhmischen Dussacks. Es ist etwa 1 Meter lang und besitzt am Ende seiner geschwungenen Klinge eine Rückschneide. Das lange Messer findet in fast allen historischen Fechtbüchern eine Erwähnung und wird dort als effektive und beliebte Waffe des Nicht-Adels ausgewiesen.
Das heutzutage bekannteste Werk zu dieser Waffe wurde Ende des 15. Jahrhunderts von Johannes Lecküchner verfasst, der darin die Techniken anderer Blankwaffen für das Lange Messer nutzbar machte.